15.09.2025

DPT-Schwerpunktthema: "KI in der Prävention" (8)

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zu dem Thema

Das Schwerpunktthema des 31. Deutschen Präventionstages am 13. und 14. April 2026 in Hannover lautet „KI in der Prävention“. Die Täglichen Präventions-News veröffentlichen seit Juli 2025 ergänzende Hintergrundinformationen zu diesem Themenkomplex. 

  • KI-Modell macht zukünftige Hitzebelastung in Städten metergenau sichtbar
    Ein neues KI-Modell der Universität Freiburg und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) berechnet erstmals, wie sich die Hitzebelastung einer Stadt zukünftig pro Quadratmeter entwickeln wird. Das Modell kann Städte bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen und bietet Impulse für eine klimagerechte Stadtplanung. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Freiburg und des Karlsruher Instituts für Technologie hat ein KI-Modell entwickelt, das erstmals hochauflösend und über lange Zeiträume berechnet, wie sich die Hitzebelastung in einem Stadtgebiet künftig pro Quadratmeter entwickeln wird. Freiburg diente den Forschenden als Pilotstadt für ihr Modell. Das KI-System kombiniert Geodaten wie Gebäudehöhen und Vegetationsstrukturen mit Wettervorhersage- oder Klimaprojektionsdaten wie Lufttemperatur oder Strahlung. Das Modell kann für die Prognose verschiedener Klimaszenarien eingesetzt werden. Diese reichen von einem Klima, das sich bei starkem Klimaschutz weniger stark erwärmt, bis hin zu einem deutlich wärmeren Klima bei sehr hohen Treibhausgasemissionen. 

  • Wie sicher ist die Nutzung von Character.AI für Kinder?
    „In den letzten Jahren sind virtuelle Assistenten und KI-basierte Interaktionsplattformen immer populärer geworden. Plattformen wie Character.AI üben dabei auch auf Kinder eine große Faszination aus. Denn dort können Nutzer*innen mit allerlei Charakteren kommunizieren, die von Künstlicher Intelligenz (KI) gesteuert werden. Wir erklären, was Eltern und pädagogische Fachkräfte über Character.AI wissen müssen, um Kinder kompetent zu begleiten. Was ist Character.AI?
    Bei Character.AI handelt es sich um eine Plattform, die es Nutzer*innen ermöglicht, mit einer Vielzahl von virtuellen Charakteren zu interagieren. Dabei kann aus einer schier endlosen Zahl unterschiedlicher Charaktere ausgewählt werden. Beispielsweise stehen historische Persönlichkeiten, Fantasiegestalten oder auch digitale Versionen von fiktiven Charakteren aus Filmen und Serien zur Verfügung. Nutzer*innen können diese KI-Charaktere nach Belieben ansprechen und mit ihnen in Dialog treten. Die Interaktion findet dabei über ein Chatfenster statt und ist aktuell meist auf den Austausch mit nur einem Charakter beschränkt. Es besteht auch die Möglichkeit, sich die Antworten des Charakters von einer KI-generierten Stimme vorlesen zu lassen. Zudem werden zunehmend Elemente aus anderen KI-Bereichen integriert. So können Charaktere beispielsweise mit einem KI-generierten Bild versehen und ihre Avatare animiert werden.“ Quelle und mehr

  • „Wenn der Richter halluziniert: US-Gerichte erstmals bei KI-Einsatz erwischt
    An­wäl­tin­nen und An­wäl­te, die in ihren Schrift­sät­zen auf frei er­fun­de­ne Ur­tei­le her­ein­fal­len und sich damit vor Ge­richt bla­mie­ren, gibt es in­zwi­schen häu­fi­ger. Doch in den USA wur­den jetzt erst­mals auch Ge­rich­te beim KI-Ein­satz er­wischt. Vor US-amerikanischen Gerichten haben sich inzwischen selbst angesehene Großkanzleien mit KI-generierten Schriftsätzen blamiert. Aufgefallen ist das meistens, weil die zitierten Gerichtsentscheidungen und Aktenzeichen nicht existierten – die KI hatte sie halluziniert, wie es heißt. Der Jurist und Journalist Damien Charlotin hat auf seiner Website über 300 solcher Fälle gesammelt – sortiert nach Land, Gericht, dem eingesetzten KI-Tool sowie weiteren Informationen. In Deutschland ist erst ein einziger Fall bekannt. Spitzenreiter der Tabelle sind die USA mit inzwischen fast 200 KI-Halluzinationen vor Gericht.“  Quelle: beck-aktuell

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de

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