
Bundeslagebild Schleusungskriminalität 2024
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Das Bundeslagebild Schleusungskriminalität 2024 stellt die wesentlichen polizeilich bekannten Entwicklungen im entsprechenden Phänomenbereich in Deutschland dar und wird gemeinsam vom Bundeskriminalamt (BKA) und der Bundespolizei verfasst.
Im Jahr 2024 konnte ein deutlicher Rückgang – auf allerdings weiterhin hohem Niveau – der illegalen Migration nach Europa festgestellt werden, wobei sich Deutschland weiterhin als Hauptzielstaat in der EU erwies. Insgesamt wurden im Jahr 2024 in Deutschland 267.497 Fälle wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts gem. § 95 AufenthG erfasst. Das entspricht einem Rückgang von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der Fälle von unerlaubter Einreise in Zusammenhang mit einer Schleusung ging deutlich zurück: Im Vergleich zum Vorjahr um 76,2 Prozent auf 9.450 Fälle.
Gegenüber dem Vorjahr wurden bei Schleusungen über die EU-/Schengen-Außengrenzen vermehrt Grenzübertritte auf der Ostmediterranen Route sowie der Route über die östlichen Landgrenzen verzeichnet, wohingegen die Feststellungen in Bezug auf die Nutzung der Balkanroute und der Zentralmediterranen Route abnahmen. Die meisten unerlaubten Einreisen wurden 2024 an den Land- und Seegrenzen im östlichen Mittelmeer registriert.
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