Evaluation in der Extremismusprävention bedarfsgerecht und erfolgreich gestalten / Designing evaluation in the prevention of extremism in a demand-oriented and successful way (simultaneous translation


10. Mai 2021
14:00 - 16:00 Uhr
Plenumsveranstaltung
Raum: Tanzbrunnen

SDG-Cube-Lounge – Erfahrungen von Wissenschaft und Fachpraxis aus dem PrEval-Projekt

Evaluation und wissenschaftliche Begleitung können die Umsetzung und Weiterentwicklung von Präventionsmaßnahmen im Bereich Extremismus gewinnbringend unterstützen. Zur Entwicklung bedarfsgerechter Evaluationsdesigns ist ein enger und vertrauensvoller Austausch zwischen allen Beteiligten (Evaluierende, Evaluierte und Mittel- und Auftraggeber*innen) nötig. Wie können solche Austauschprozesse gewinnbringend gestaltet werden? Welche Herausforderungen stellen sich dabei auf den verschiedenen Präventionsebenen und an ihren Schnittstellen zur politischen Bildung und Gewaltprävention? Auf dem Deutschen Präventionstag 2021 werden im Rahmen der PrEval-SDG-Cube-Lounge die Erfahrungen von Wissenschaftler*innen und Fachpraktiker*innen in der gemeinsamen Entwicklung multimethodischer Evaluationsdesigns aus dem Projekt PrEval vorgestellt und diskutiert. Dazu werden jeweils zwei Partner*innen aus dem Projekt über ihre Zusammenarbeit während der Designentwicklung berichten und anschließend in einen offenen Dialog zum Erfahrungsaustausch treten. Moderation Stephan Ebmeyer

Dr. Julian Junk
Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
Mona Klöckner
Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
Lisa Neef
Ministerium des Innern des Landes NRW
Dr. Götz Nordbruch
ufuq.de
Sina Tultschinetski
Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)

Dr. Julian Junk
Dr. Julian Junk ist Leiter der Forschungsgruppe "Radikalisierung" des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) und Leiter des Berliner Büros der HSFK. Er koordiniert u.a. den BMI-Forschungsverbund "PrEval - Evaluationsdesigns für Präventionsmaßnahmen" und den BMBF-Transferverbund "RADIS - Ursachen und Wirkungen des radikalen Islam in Deutschland und Europa".
Mona Klöckner
Mona Klöckner ist Psychologin und seit Mai 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) tätig. Ihr aktueller Arbeitsschwerpunkt im Projekt PrEval liegt in der wissenschaftlichen Begleitung von Extremismuspräventionsmaßnahmen auf sekundärer und tertiärer Präventionsebene mit Schnittstelle zur Kriminalprävention. Sie ist Mitglied in der Forschungsgruppe „Radikalisierung“. Vorherig forschte sie beim Amt für Justizvollzug & Wiedereingliederung im Kanton Zürich vornehmlich zu Risikoeinschätzungen bei häuslicher Gewalt sowie an der Universität Göttingen zu hirnstrukturellen Auffälligkeiten bei Kindesmissbrauchstätern.
Lisa Neef
Lisa Neef ist Soziologin und seit 2019 als Referentin im Ministerium des Innern des Landes NRW tätig. Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist sie zuständig für die Evaluationen des Präventionsprogrammes „Wegweiser-gemeinsam gegen Islamismus“ und des „Aussteigerprogrammes Islamismus (API)“. Die Hauptaufgabe besteht aus der Planung, Begleitung und Nachbereitung der wissenschaftlichen Evaluationen und der Kommunikation mit den verschiedenen Stakeholdern.
Dr. Götz Nordbruch
Dr. Götz Nordbruch ist Islam- und Sozialwissenschaftler, Mitbegründer und Co-Geschäftsführer des Vereins ufuq.de.

Nordbruch war als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut de recherches et d’études sur le monde arabe et musulman in Aix-en-Provence und am Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut – für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig tätig. Von 2008-2011 war er Assistenzprofessor am Center for Contemporary Middle East Studies der Süddänischen Universität Odense. Von November 2016 bis März 2020 war er Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus.

Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Jugendkulturen zwischen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus sowie Prävention von islamistischen Einstellungen in schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit.
Sina Tultschinetski
Sina Tultschinetski ist Psychologin und seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK). Als Mitglied der Forschungsgruppe „Radikalisierung“ an der HSFK liegen ihre Arbeitsschwerpunkte im Bereich der Evaluation von Maßnahmen der Extremismusprävention und politischen Bildung (Projekt PrEval) sowie in der inhaltlichen und methodischen Begleitung und Vernetzung von Forschungsvorhaben im Bereich des radikalen Islam (Projekt RADIS). Zuvor war sie am Institut Psychologie & Bedrohungsmanagement (I:P:Bm) in Darmstadt tätig und forscht zu schwerer zielgerichteter Gewalt und Extremismus, Warnverhalten und Vortatkommunikation sowie Risikoeinschätzung.