Kongressprogramm 25. DPT-Digital


Auf dieser Webseite finden Sie derzeit das DPT-Programm mit allen Details, so wie es für den Präsenzkongress in Kassel geplant worden ist. Beachten Sie bitte, dass dieses Angebot für den Digitalen Kongress, der am 28. & 29. September 2020 stattfinden wird, neu überarbeitet werden wird. Informationen zu dem digitalen Kongressangebot werden an dieser Stelle bis spätestens zum 31. Juli erscheinen. Freuen Sie sich auf ein spannendes, vielseitiges und interaktives Programm!

Workshops

WEISSER RING: Von der Wissenschaft zur Praxis. Impulse für die Mobbingprävention (nach Voranmeldung)

Zeit: Sonntag, 26. April 2020, von 16:30 bis 18:30 Uhr und Montag, 27. April 2020, 9:00 bis 10:30 Uhr
Raum: Untere Ebene, Aschrottsaal-Süd

Wissenschaftliche Studien zu einem Thema variieren in der Regel hinsichtlich der verwendeten Methoden, der berücksichtigten Stichproben, der Qualität der Untersuchungen sowie der Untersuchungsergebnisse, die durchaus widersprüchlich sein können. Zudem sind die Texte nicht immer zugänglich und in einer fachspezifischen Sprache verfasst. Diese Punkte erschweren den Transfer in die Praxis. Ein solches Problem gibt es nicht nur im Bereich der Kriminalprävention, sondern auch in der Medizin. Dort hat man versucht, ein Verfahren zu etablieren, das den Weg von der Wissenschaft zur Praxis strukturiert  die medizinischen Leitlinien. Ein interdisziplinär besetztes Gremium trägt die Forschungsergebnisse zu einem Thema zusammen, bewertet die Untersuchungen nach ihrer Qualität, fasst die Ergebnisse zusammen und übersetzt sie in für Praktiker verständliche Handlungsanleitungen, die von den Gremienmitgliedern nach ihrer wissenschaftlichen Fundierung bewertet werden.

Die Veranstaltung ist ein Versuch, ein solches Verfahren in der Kriminologie zu implementieren, und zwar am Beispiel Mobbing. Dieses Thema hat die erforderliche gesellschaftliche Relevanz, und die Forschungslandschaft ist einigermaßen überschaubar. Durch den Impuls, der von diesem Treffen ausgeht, soll ein Prozess in Gang gesetzt werden, an dessen Ende Leitlinien der Mobbingprävention stehen. Dazu ist es erforderlich, dass Kriminologinnen und Kriminologen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verwandten Disziplinen, die sich mit Mobbing befasst haben, zudem Institutionenvertreter und Präventionsakteure, in einen Dialog eintreten. Dieser Ansatz bietet die Chance, die Qualität der Mobbingprävention erheblich zu steigern.

Zur Anmeldung

Demokratiezentrum Hessen an der Philipps-Universität Marburg: Zur Frage der Haltung in politisch unsicheren Zeiten (ohne Voranmeldung)

Zeit: Montag, 27. April 2020, 16:00 bis 17:30 Uhr
Raum: Hotel, Raum Beuys

Seit dem Sommer 2015 wird auf vielerlei Ebenen das politische System und die Demokratie infrage gestellt und vielerorts ist der Ruf nach Positionierung oder nach Haltung zeigen zu vernehmen. Doch wie verhält es sich mit dem Begriff der Haltung in solch möglicherweise politisch unsicheren Zeiten? Wie gehen Haltung und demokratische Praxis, im besten Fall als gelebte Demokratie, einher?

Prof. Dr. Frauke Kurbacher ist Philosophin, derzeit mit Professur an der Verwaltungshochschule Münster, u.a. als Ethikprofessorin für die Polizeiausbildung. Sie beschäftigt sich intensiv mit der Frage nach einer Philosophie der Haltung.

Dr. Reiner Becker, Politikwissenschaftler, ist Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg und beschäftigt sich mit dieser Frage im Rahmen von Beratungen und Workshops z.B. für Führungskräfte und in der Professionsentwicklung der Mobilen Beratung.

Mit einem jeweils zwanzigminütigen Input erläutern beide Referent*innen ihre Kernthesen, um sich im Anschluss in einem moderierten Gespräch (Moderation: N.N.) miteinander und mit den Teilnehmer*innen zur Frage der Haltung auszutauschen.

Ohne Anmeldung

Sicherheit für Stadtquartiere im Wandel – Der Umgang mit Herausforderungen durch die Zuwanderungsgruppe der Roma und Sinti (ohne Voranmeldung)

Zeit: Dienstag, 28. April 2020, 13:00 bis 14:45 Uhr
Raum: Untere Ebene, Brunnenzimmer 5/6

Durch die EU-Erweiterung kamen in den letzten Jahren immer mehr Sinti und Roma nach Deutschland. Sie kommen mit ungewissem Aufenthaltsstatus und sind in mehrfacher Hinsicht problematischen Aufenthaltssituationen ausgesetzt. Daraus ergeben sich auch Problemlagen, die im urbanen öffentlichen Raum sichtbar werden und das Sicherheitsempfinden der Bewohner*innen von Stadtquartieren subjektiv oder objektiv beeinträchtigen. Untersuchungen im BMBF-geförderten Projekt „SiQua - Sicherheitsanalysen und -vernetzungen für Stadtquartiere im Wandel“ (www.si-qua.de) haben ergeben, dass es vereinzelte, gute kommunale Strategien im Umgang mit diesen Problemlagen gibt. Wir laden interessierte Akteur*innen ein, hierüber auf dem Workshop in einen Austausch zu treten und gemeinsam präventive Strategien zur Stärkung von Sicherheitslagen in Quartieren zu diskutieren.

Ohne Anmeldung