Kongressprogramm 25. DPT-Digital

Passend zum Schwerpunktthema und den Entwicklungen der Corona-Pandemie geschuldet wird der 25. DPT-Jubiläumskongress am 28. & 29. September 2020 eine rein digitale Onlineveranstaltung sein. Das umfangreiche Kongressprogramm der ursprünglich im Kasseler Kongress Palais geplanten Präsenzveranstaltung wird in vier unterschiedlichen Formaten dargeboten. 

Zufahrtschutzkonzepte für Sicherheitsbehörden und Kommunen

M.A. Detlev Schürmann
Bundesverband für den Schutz kritischer Infrastrukturen
Christian Weicht

Abstract:
Auf Grund der aktuellen (sicherheits-) politischen Entwicklungen und Beratungsbedarfe der Kommunen auf Bundesebene, befasst sich das DFK mit Maßnahmen zur Abwehr von Angriffen mit Fahrzeugen. Ziel muss sein, die offene Stadt als Lebensraum für eine freie Gesellschaft zu bewahren. Schutzmaßnahmen sollen stadtbildgerecht sein, so dass zusätzliche Barrieren den Stadtraum nicht eingrenzen und keine neuen Probleme entstehen. Zudem ist die Entwicklung von Kriterien für Finanzanreize im Rahmen einer staatlichen Förderung angedacht.

Zum temporären Schutz von Veranstaltungen können auch mobile Barrieren eingesetzt werden. Damit die Sicherheitsverantwortlichen vor Ort eine Produktauswahl vornehmen können, sollten Mindeststandards im Hinblick auf Schutzklassen und Widerstandsfähigkeit von (mobilen) Fahrzeugsperren definiert sein; ähnlich wie bei der Förderung zum Einbruchschutz.

Dazu hat die Stiftung „Deutsches Forum für Kriminalprävention“ (DFK) beim DIN e.V. ein Normungsverfahren initiiert. Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) hat den Antrag gestellt und moderiert das Verfahren. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und unterstützt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes sowie dem Kompetenzzentrum Internationale Sicherheit (KIS) der Rheinischen Fachhochschule in Köln (RFH).
M.A. Detlev Schürmann
35 Jahre operative und strategische Polizei- und Präventionsarbeit sowie Sicherheitsmanagement. Von 2013 bis Sommer 2020 Projektentwicklung, Beratung und Netzwerkbildung für die Stiftung „Deutsches Forum für Kriminalprävention“ (DFK) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern für Bau und Heimat.
Aktuell:
Freie Sicherheitsplanung und -beratung sowie Projektentwicklung und Netzwerkbildung für Institutionen des Bundes und der Länder, deren Sicherheitsbehörden, Kommunen, die private Sicherheitswirtschaft sowie für Hochschulen im Bereich der Sicherheitsforschung.
Expertenwissen:
- Prävention und Intervention extremer Gewalttaten wie Amok und Terror
- Städtebauliche Kriminalprävention, Zufahrtschutz
- Kooperation mit der Sicherheits- und Veranstaltungswirtschaft
- Entwicklung von Finanzanreizen zur Förderung der Kriminalprävention
Erfolgreiche Projektinitiativen und Projektierungen:
- Kommunale Kriminalprävention in Deutschland 2018
- Sichere Stadt
- staatliches Förderprogramm „Einbruchschutz – mehr Sicherheit für Ihre 4 Wände“
- Schutz öffentlicher Räumer vor Überfahrtaten
- Verhalten bei Amok und Terror im Handel
- DIN SPEC 91414-1 – Zulassungsrichtlinien für mobile Fahrzeugsperren (laufendes Verfahren)
- DIN SPEC 91414-2 – Anwendungsvorschriften für Fahrzeugsperren (in Vorbereitung)
Referenzen nur auf Anfrage
Christian Weicht
Christian Weicht, Kriminalhauptkommissar a.D., beschäftigt sich seit über 25 Jahren damit, wie Kriminalität durch räumliche Gestaltung beeinflusst wird. Räumliche Kriminalprävention kann viel mehr bewirken, als nur die Vermeidung oder Beseitigung von Angsträumen. Seine Kernkompetenz, Kriminalitätsprobleme im Raum zu identifizieren, zu vermeiden bzw. zu bewältigen wird bundesweit und in internationalen Workshops und Projekten sowie im polizeilichen Kontext regelmäßig abgerufen.
Themen- und Arbeitsschwerpunkte:
- Städtebauliche Kriminalprävention/CPTED
- Normgerechter Zufahrtschutz
- Prävention extremer Gewalttaten
- Mitglied im Expertenforum Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) „Integrierte, stadtbildgerechte Sicherheitskonzepte“
- Vorsitzender im Normausschuss DIN-SPEC 91414 "Mobile Fahrzeugsperren"
Mitarbeit im Normausschuss DKE/AK 713.1.21 "Perimeter Protection"
- Beratung der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes

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