Kongressprogramm 25. DPT-Digital

Passend zum Schwerpunktthema und den Entwicklungen der Corona-Pandemie geschuldet wird der 25. DPT-Jubiläumskongress am 28. & 29. September 2020 eine rein digitale Onlineveranstaltung sein. Das umfangreiche Kongressprogramm der ursprünglich im Kasseler Kongress Palais geplanten Präsenzveranstaltung wird in vier unterschiedlichen Formaten dargeboten. 

Für die Teilnahme am 25. DPT-Digital können Sie sich auch heute noch online anmelden. Sie erhalten damit auch die Gelegenheit, dem DPT im Rahmen der Evaluation ein Feedback zu geben.

Prävention und Sicherheit im Kontext von Zuwanderung

Matthias Kornmann
Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK)
Julia Pfrötschner
Bonveno Göttingen gGmbH

Abstract:
Migration und Flucht bleiben trotz rückläufiger Asylantragszahlen politisch und gesellschaftlich ein dauerhaftes Thema. Das Bundeslagebild zur Kriminalität im Kontext von Zuwanderung konstatiert „Die Entwicklung der vergangenen vier Jahre (insgesamt rund 1,52 Millionen Asylsuchende) wirkte sich auch im Jahr 2018 auf die Kriminalitätslage, sowohl im Bereich der Allgemeinkriminalität als auch im Bereich der politisch motivierten Kriminalität, aus“. Polarisierende Berichterstattungen sowie emotionale migrationspolitische Debatten in der Öffentlichkeit und im Netz begünstigen darüber hinaus die Ausweitung auf neue Deliktsformen wie der Hasskriminalität und begründen einen gesamtgesellschaftlichen Handlungsbedarf. In Kooperation mit staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren gelang es, kriminologische Risikofaktoren bei der wachsenden Zielgruppe der Geflüchteten sowie der Aufnahmegesellschaft zu analysieren und bundesweit abgestimmte Schutzfaktoren zu konzeptionalisieren. Bereits wirkungserprobte Projekte und Maßnahmen gilt es nun an die wachsende Zielgruppe geflüchteter Menschen anzupassen. Neben aktuellen fachlichen Inhalten zeigt der Vortrag Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung am Beispiel einer Bundesinitiative zusammen mit dem Bundesfamilienministerium sowie dem innovativen Projektansatz „BROTHERS“ zur Identitätsbildung und Gewaltprävention bei (geflüchteten) Jugendlichen.
Matthias Kornmann
Matthias Kornmann stieg nach erfolgreichem Studium 2005 in den Polizeivollzugsdienst des Landes Hessen ein. Nach 10 Jahren in einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit wechselte er zur Kriminaldirektion in Frankfurt am Main und anschließend zum Bundeskriminalamt.
Seit 2016 ist er der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) zugewiesen. Hier ist er für den Arbeitsschwerpunkt „Sicherheit im Zusammenhang mit der Zuwanderung“ zuständig und vertritt das DFK in entsprechenden Gremien auf Bundesebene. Eine Hauptaufgabe stellt die Koordination zwischen polizeilicher und gesamtgesellschaftlicher Kriminalprävention zur Förderung der Sicherheit im Kontext von Zuwanderung dar. (Bspw. Mitwirkung an den CDU-Werkstattgesprächen zur Migrationspolitik, gemeinsame Erarbeitung der ersten bundesweiten „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ zusammen mit dem Bundesfamilienministerium, UNICEF und weiteren Partnern.)
Julia Pfrötschner
Julia Pfrötschner ist seit 2019 Ehrenamts- und Patenschaftskoordinatorin in der Flüchtlingssozialarbeit.
Seit Januar 2020 leitet sie das Projekt „BROTHERS“ zur Gewaltprävention bei (geflüchteten) Jugendlichen. Das Projekt legt seinen Schwerpunkt auf den Bereich Geschlechterreflexion und setzt mit seinem Schulungskonzept bei der Identitätsbildung von jungen Menschen, insb. aus konservativ-ehrkulturellen Milieus, an. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft und (Interkulturellen) Germanistik arbeitete Julia Pfrötschner als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Georg-August-Universität Göttingen und leitete das Projekt „Integrationstandems und Supervised Networking“ zum Thema Ehrenamt und Partizipation.

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Prävention und Sicherheit im Kontext von Zuwanderung

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