Kongressprogramm 25. DPT-Digital

Passend zum Schwerpunktthema und den Entwicklungen der Corona-Pandemie geschuldet wird der 25. DPT-Jubiläumskongress am 28. & 29. September 2020 eine rein digitale Onlineveranstaltung sein. Das umfangreiche Kongressprogramm der ursprünglich im Kasseler Kongress Palais geplanten Präsenzveranstaltung wird in vier unterschiedlichen Formaten dargeboten. 

Für die Teilnahme am 25. DPT-Digital können Sie sich auch heute noch online anmelden. Sie erhalten damit auch die Gelegenheit, dem DPT im Rahmen der Evaluation ein Feedback zu geben.

Kooperation Sicherheit Innenstadt/Döppersberg (KoSID)

Benjamin Coomann
Bergische Universität Wuppertal
Saskia Kretschmer
Bergische Universität Wuppertal

Abstract:
Mit dem „Neuen Döppersberg“ ist nach großflächigem Umbau ein neuer Stadtraum im Zentrum Wuppertals entstanden. Galt der Bereich um den Hauptbahnhof früher als Angstraum, lädt das „Tor zur Innenstadt“ heute zum Verweilen und Konsumieren ein. Dabei spielen die reale und die gefühlte Sicherheit eine zentrale Rolle. Ziel des Projekts KoSID ist es, ein integriertes Sicherheitskonzept für diesen neuen urbanen Raum zu entwickeln. Im Verbund mit Partnern der Verkehrsbetriebe und des Einzelhandels wollen die kommunalen und polizeilichen Akteure feststellen, mit welchen abgestimmten Maßnahmen der Sicherheitsarbeit und der Sozial- und Stadtplanung in diesem neuen Raum zielgerichtet agiert werden kann. Die Maßnahmenentwicklung wird begleitet durch die Universität Wuppertal, die den Entwicklungsprozess als neutraler Partner steuert und die getroffenen Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung untersucht. Dabei werden sowohl kleinschrittige, direkt wirkende Maßnahmen bei akuten Problemlagen (z.B. Vandalismus) sowie langfristige Konzepte (z.B. die Belebung des öffentlichen Raums) erarbeitet und umgesetzt. Bürgerinnen und Bürger werden im Rahmen von Zukunftswerkstätten am Prozess beteiligt. Das Poster stellt das Projekt vor und beleuchtet die Besonderheiten der wissenschaftlich fundierten Entwicklung eines Sicherheitskonzepts für einen neuen Stadtraum.
Benjamin Coomann
Benjamin Coomann studierte von 2011 bis 2018 Soziologie (Bachelor/Master of Arts) an der Bergischen Universität Wuppertal sowie an der Göteborg Universitet. In seiner Masterarbeit „Der Salafismus als Gegenstand der oberinstanzlichen Gerichtsbarkeit in Deutschland“ hat er im Rahmen einer empirischen Datenanalyse untersucht, inwieweit sich die strafrechtliche Relevanz salafistisch-extremistischer Strukturen mit deren öffentlicher Thematisierung deckt. Seit März 2019 ist er am Lehrstuhl von Prof. Dr.-Ing. Frank Fiedrich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Sicherheit im Bahnhofsviertel“ und seit Juli 2020 zusätzlich auch im Projekt KoSID tätig.
Saskia Kretschmer
Im Anschluss an Abitur und Weiterbildung an der Höheren Handelsschule für Abiturienten studierte Saskia Kretschmer 2014-2020 Soziologie (Bachelor/ Master of Arts) an der Bergischen Universität Wuppertal. Im Rahmen der praktischen Studienphase des Masterstudiums war Saskia Kretschmer am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) in Hannover im Projekt „Wegweisung“ zum Thema häusliche Gewalt beteiligt. Während des Studiums war sie als Tutorin in der Studieneingangsphase (QPL) am Institut für Soziologie tätig sowie als wissenschaftliche Hilfskraft in den Projekten „Sicherheit im Bahnhofsviertel (SiBa)“ und „Resilienz durch sozialen Zusammenhalt – Die Rolle von Organisationen (ResOrt)“ im Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit, wo sie ihre Bachelor- und Masterarbeit schrieb. Dabei beschäftigte sie sich in der Bachelorarbeit zunächst mit der methodischen Entwicklung eines Beobachtungsschemas zur Erfassung der Charakteristika öffentlicher Plätze. Im Rahmen ihrer Masterarbeit untersuchte Saskia Kretschmer auf der Grundlage einer in den Städten Düsseldorf, Leipzig und München durchgeführten Bevölkerungsbefragung, inwieweit soziale, kulturelle und ökonomische Ansätze zur Erklärung rechtspopulistischer Wahlentscheidungen beitragen.

Seit August 2020 ist Saskia Kretschmer am Lehrstuhl von Prof. Dr.-Ing. Frank Fiedrich als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Kooperation Sicherheit Innenstadt/Döppersberg (KoSID)“ beschäftigt.

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