Kongressprogramm 25. DPT-Digital

Passend zum Schwerpunktthema und den Entwicklungen der Corona-Pandemie geschuldet wird der 25. DPT-Jubiläumskongress am 28. & 29. September 2020 eine rein digitale Onlineveranstaltung sein. Das umfangreiche Kongressprogramm der ursprünglich im Kasseler Kongress Palais geplanten Präsenzveranstaltung wird in vier unterschiedlichen Formaten dargeboten. 

Beratung und Unterstützung bei digitaler Gewalt

Jenny-Kerstin Bauer
bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe
Ans Hartmann
bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe – Frauen gegen Gewalt e.V.

Abstract:
Mit dem Projekt „Aktiv gegen digitale Gewalt“ setzt der bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe bereits seit 2017 einen wichtigen Schwerpunkt in seiner Arbeit. Durch engen Austausch mit den knapp 200 bff-Fachberatungsstellen können aktuelle Entwicklungen und Anforderungen der Digitalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt identifiziert werden. Der Projektspot soll auf Anforderungen in der Unterstützungsarbeit bei Partnerschaftsgewalt, Stalking, bildbasierter sexualisierter Gewalt uvm. aufmerksam machen sowie auf Möglichkeiten der Intervention und Prävention hinweisen. Hierfür soll u.a. die Informations- und Hilfsplattform www.aktiv-gegen-digitale-gewalt.de/de/ vorgestellt werden. Sie ist die erste und bisher einzige Webseite im deutschsprachigen Raum, welche gebündelte Informationen über verschiedene Formen digitaler Gewalt, Techniksicherheit und eine bundesweite Hilfsdatenbank zur Verfügung stellt. Der bff plant im März 2020 zudem den Start seiner Video-Kampagne „Aktiv gegen digitale Gewalt“ #NetzOhneGewalt. Die Kampagne entsteht in Kooperation mit Netzaktivist*innen und soll eine breite Öffentlichkeit sensibilisieren und dazu aufrufen, Betroffene ernst zu nehmen und besser zu unterstützen – denn digitale Gewalt hat massive und reale Folgen. Mindestens ein Video der Kampagne soll im Rahmen des Projektspots vorgestellt werden.
Jenny-Kerstin Bauer
Jenny-Kerstin Bauer, bff: Bundesverband für Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, Referentin für Öffentlichkeits- und Pressearbeit mit Schwerpunkt Social Media.
Seit 2016 außerdem als selbstständige Sozialwissenschaftlerin tätig. Spezialisiert hat sie sich dabei auf die Durchführung von Vorträgen, Workshops und Fortbildungen zu digitaler Gewalt gegen Frauen und frauenspezifischer Einrichtungen für Fachkräfte der Sozialen Arbeit, Polizei und Politik. Als ehemalige Mitarbeiterin eines Berliner Frauenhauses hat sie sich den Möglichkeiten der Beratung bei digitaler Gewalt, den Schutzlücken von Gewalttätern im Internet, den technischen Möglichkeiten von Spionage Software und IT-Sicherheitsmöglichkeiten angenommen und dazu geforscht.
Ans Hartmann
Ans Hartmann, bff: Bundesverband für Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, Projektleitung „bff: Aktiv gegen digitale Gewalt“.
Ans Hartmann hat Kommunikationspsychologie studiert und ist seit 7 Jahren in der Geschäftsstelle des bff tätig - seit 2017 mit einem Schwerpunkt auf technik- und medienbasierte Formen geschlechtsspezifischer Gewalt. Weitere Arbeitsbereiche sind: Partizipative Forschung zu kontextualisierter feministischer Traumaarbeit in Fachberatungsstellen, Social Media, Datenschutz.