Projektvorstellung: Zwischen Konflikt und Konsens - Polizei und Zivilgesellschaft im Dialog

Martin Becher
Susanne Feustel
Grit Hanneforth
Thomas Müller

Moderation: Martin Langebach
Bundeszentrale für politische Bildung

Abstract:
Im November 2011 erschütterte die Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) die Bundesrepublik. Die Tatsache, dass die Mitglieder des NSU über zehn Jahre hinweg unbehelligt von den Sicherheitsbehörden morden konnten, hat der frühere Innenminister Günther Beckstein als die „größte Niederlage des Rechtsstaates“ bezeichnet. Der mit der Aufarbeitung des NSU-Skandals befasste erste Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages sprach 2013 Handlungsempfehlungen aus, um künftig die Sensibilität für die Gefahren des Rechtsextremismus zu stärken. Das Gremium regte den Dialog und den Austausch zwischen Polizei und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren an.

Die Modulare Fortbildung „Zwischen Konflikt und Konsens – Polizei und Zivilgesellschaft im Dialog“ greift diesen Vorschlag auf.

Die Fortbildung richtet sich zum einen an zivilgesellschaftliche Akteur*innen. Sie engagieren sich etwa in Bündnissen gegen Rechtsextremismus, nehmen an lokalen und regionalen „Runden Tischen“ für Demokratie teil, sind in Initiativen und Vereinen aktiv, die sich gegen Diskriminierung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen einsetzen.

Gleichermaßen richtet sich die Fortbildung an Polizist*innen des Bundes und der Länder in unterschiedlichen Verwendungen: Beamtinnen und Beamten des Wach- und Wechseldienstes, der Bereitschaftspolizeien sowie der Kriminalpolizei.
Martin Becher

Martin Becher, Diplom-Pädagoge und Diplom-Politologe, ist Geschäftsführer des „Bayerischen Bündnis für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde schützen“. Er verfügt über jahrelange Erfahrung in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung und der Gedenkstättenarbeit und hat vielfach zur Praxis der Erwachsenenbildung publiziert.

Susanne Feustel

Susanne Feustel, Fachreferentin Kulturbüro Sachsen e.V., Politikwissenschaft (Diplom) und Kriminologie (M.A.) in Leipzig, Turku (Finnland) und Hamburg. Inhaltlichen Schwerpunkte sind Themen, wie Neonazismus und GMF, Demokratiepädagogik und Polizeiwissenschaft. Sie ist Trainerin zu Themen wie Argumentieren und Handeln gegen Menschenfeindlichkeit.

Grit Hanneforth

Grit Hanneforth, Kulturwissenschaften und Kulturmanagement M.A. in Dresden, Hamburg & Leipzig, seit 2001 Geschäftsführerin des Kulturbüro Sachsen e.V. & seit 2015 Sprecherin Bundesverband Mobile Beratung e.V. Die Motivation ihre Arbeit basiert auf der Erfahrung, dass gesellschaftliche Veränderungsprozesse eine starke Zivilgesellschaft brauchen.

Thomas Müller

Thomas Müller ist Polizeibeamter in Bremen, Integrationsbeauftragter und Kriminologe M.A. Sein derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Integrations- und Migrationsarbeit in Bremen. Er ist interkultureller / transkultureller und Kommunikations-Trainer mit dem Schwerpunkten Diversität, Diskriminierung und Rassismus. Sein Motto: Lieber bunt als grau.


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21. Mai 2019
10:00 - 10:45 Uhr
Forum: „Politische Bildung“
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