Handbuch der Extremismusprävention

12. Juni 2018
45 Minuten (Dauer)
13:00 - 13:45 Uhr
Vortrag
Dr. Uwe Kemmesies
Bundeskriminalamt
Karoline Weber
Bundeskriminalamt

Moderation: Thomas Müller
Landespräventionsrat Niedersachsen

Abstract:
Die Forschungs- und Beratungsstelle Terrorismus/Extremismus des Bundeskriminalamtes arbeitet an der Erstellung des Handbuches der Extremismusprävention - Extremismusprävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Die Publikation soll das vielfältige, aber zum Teil dislozierte Erfahrungswissen aus Forschung und Praxis zum gesamten Handlungsfeld der Extremismusprävention – in der Spannbreite von der universellen, der selektiven bis hin zur indizierten Prävention – bündeln. Um dem Anspruch gerecht zu werden, ein umfassendes praxisorientiertes Handbuch zur Umsetzung einer gesamtgesellschaftlich verankerten Präventionsstrategie zu erstellen, werden die einzelnen Beiträge gemeinsam von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Behörden verfasst.

Das Handbuch der Extremismusprävention soll zivilgesellschaftlichen Akteuren, Praktikern, Entscheidungsträgern sowie allen Interessierten und möglichen Betroffenen als handlungspraktischer Leitfaden und Orientierungshilfe zur Präventionspraxis dienen.

Die hier maßgeblich leitende Fragestellung lautet: Wie gelingt es, eine gute Präventionsarbeit im Sinne einer gesamtgesellschaftlich verankerten und phänomenübergreifend angelegten Extremismusprävention zu fördern?

Vita:
Dr. Uwe Kemmesies:

Uwe Kemmesies ist Sozialwissenschaftler und leitet als Wissenschaftlicher Direktor seit 2005 die ‚Forschungs- und Beratungsstelle Terrorismus/Extremismus‘ im Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden. Er schloss ein Parallelstudium der Pädagogik und Soziologie mit einem Diplom an der Universität in Münster und mit einer Promotion an der Universität Bremen ab. Nach intensiven Forschungs- und Lehrtätigkeiten zum Themenkomplex ‚Drogen‘, die 2001 in Kooperation mit Prof. em. Hess in die Gründung des ‚Centre for Drug Research‘ an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main mündeten, kam es 2003 zum Wechsel in das BKA, um dort einen Forschungsbereich zum Phänomen ‚Extremismus/Terrorismus‘ aufzubauen.

Dipl.-Pol. Karoline Weber:

Karoline Weber hat an der Universität Marburg Politikwissenschaft und Friedens- und Konfliktforschung studiert. Sie ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der ,Forschungs- und Beratungsstelle Terrorismus/Extremismus' im Bundeskriminalamt (BKA) tätig. Als Mitbegründerin des Galtung-Instituts für Friedenstheorie und Friedenspraxis (2011) leitete sie internationale Fortbildungen zu Konflikttransformation. Zuletzt hat sie im Jahr 2016 im Rahmen der Regierungsinitiative „Formadores de Paz“ des Bundesstaates Estado de México Lehrerinnen und Lehrer in Mexiko in gewaltfreier Konfliktbearbeitung fortgebildet. Seit 2017 arbeitet sie im BKA zu dem Thema der Extremismusprävention.