Angsträume wohnungsloser Menschen
Dr. Tim Lukas
Bergische Universität Wuppertal
Seit einigen Jahren sind in den Städten zwei entgegengesetzte Entwicklungen zu beobachten, die zunehmend zu konfliktträchtigen Situationen im urbanen Alltag führen. Zum einen steigt die Zahl wohnungsloser und von Wohnungsnot bedrohter Menschen aufgrund fehlenden Wohnraums im Niedrigpreissegment, zum anderen verändern Neubauprojekte und Aufwertungsprozesse das Bild der Stadt, in dem marginalisierte Gruppen immer weniger ihren Platz finden. Ihr Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen wird von Teilen der Mehrheitsgesellschaft als störend oder gar bedrohlich empfunden.
Das Poster nimmt diesen Befund zum Anlass, die Perspektive umzukehren und zu fragen: Wo lassen sich die Angsträume von wohnungslosen Menschen verorten? Was sind die charakteristischen Merkmale dieser Angsträume? Welche Gewalterfahrungen machen wohnungslose Menschen im öffentlichen Raum? Die gemeinsam mit Studierenden in der Stadt Düsseldorf durchgeführte Studie liefert erste Hinweise auf die situativen Merkmale der Unsicherheitswahrnehmung von Wohnungslosen, die sich kaum von denen der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden. Während Angehörige der Mehrheitsgesellschaft in Angsträumen jedoch ein ausgeprägtes Vermeideverhalten zeigen, sind Wohnungslose auf diese Orte als Kommunikations- und Schutzräume angewiesen, an denen sie allerdings immer wieder Gewalt durch Mitmenschen und kommunale/polizeiliche Ordnungskräfte erleben.
Das Poster nimmt diesen Befund zum Anlass, die Perspektive umzukehren und zu fragen: Wo lassen sich die Angsträume von wohnungslosen Menschen verorten? Was sind die charakteristischen Merkmale dieser Angsträume? Welche Gewalterfahrungen machen wohnungslose Menschen im öffentlichen Raum? Die gemeinsam mit Studierenden in der Stadt Düsseldorf durchgeführte Studie liefert erste Hinweise auf die situativen Merkmale der Unsicherheitswahrnehmung von Wohnungslosen, die sich kaum von denen der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden. Während Angehörige der Mehrheitsgesellschaft in Angsträumen jedoch ein ausgeprägtes Vermeideverhalten zeigen, sind Wohnungslose auf diese Orte als Kommunikations- und Schutzräume angewiesen, an denen sie allerdings immer wieder Gewalt durch Mitmenschen und kommunale/polizeiliche Ordnungskräfte erleben.
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