Kongressprogramm

Ein Gespräch kann Leben retten

Janna Kleine-Huster
Deutscher Caritasverband e.V.

Abstract:
Suizid gehört zu den häufigsten Todesursachen bei jungen Menschen bis 25 Jahren. Jährlich nehmen sich etwa 500 junge Menschen das Leben.
Gesellschaftlich ist Suizid ein großes Tabuthema. Menschen mit suizidalen Gedanken fällt es auch deshalb schwer über ihre Gefühle und Gedanken zu sprechen. Gerade junge Menschen haben oft Sorge nicht ernstgenommen oder verstanden zu werden. Bei [U25] können junge Menschen online und vertraulich über ihre Lebenssituation sprechen. Für viele junge Betroffene ist es deutlich einfacher online Hilfe zu suchen. Beraten werden sie bei [U25] von Peers, also Gleichaltrigen. Jungen Ratsuchenden fällt es oftmals leichter mit anderen jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Unsere Peers können sich besonders gut in die Lebenswelt junger Menschen einfühlen. Die Peers engagieren sich ehrenamtlich bei [U25] und werden vor ihrer Beratungstätigkeit zu Online-Krisenbegleiter*innen ausgebildet. Hauptamtliche Fachkräfte unterstützen die Beratungsarbeit und bieten regelmäßig Supervision an.

Wir kommen ins Gespräch über die Wirksamkeit, die Erfolge und Bedarfe der Online-Suizidprävention. Besonders wollen wir dabei die anstehende Gesetzgebung im Bereich der Suizidprävention in den Blick nehmen und über Bedarfe sprechen.
Janna Kleine-Huster
 Janna Kleine-Huster

Janna Kleine-Huster leitet seit 2024 die [U25] Online-Suizidpräventionsberatung beim Deutschen Caritasverband. Die Sozialarbeiterin (B.A.) ist zudem selbständige Bildungsreferentin zu psychischen Krisen und Delegierte des Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) in der Nationalen Armutskonferenz. Aktuell erfüllt sei außerdem einen Lehrauftrag an der Hochschule Düsseldorf und bildet dort angehende Sozialarbeitende zur niedrigschwelligen und zielgruppenspezifischen Arbeit aus.