Armutskompetenz als Herausforderung in der Sozialen Arbeit

Katrin Hentze
Deutscher Kinderschutzbund LV Berlin e.V.

In Deutschland leben 2,5 Millionen Kinder in Armut. Untersuchungen zeigen, welche unmittelbaren Folgen das Aufwachsen in Armut für Kinder haben kann: sie haben weniger Möglichkeiten am kulturellen und sozialen Leben teilzunehmen und haben deutlich schlechtere Bildungschancen. Sie tragen hohe Risiken, in ihrer gesundheitlichen, kognitiven und emotionalen Entwicklung früh beeinträchtigt zu werden. Kindern, die in Armut aufwachsen, mangelt es häufig an einem positiven Selbstbild und Selbstwertgefühl. Daneben ist Kinderarmut ein Risikofaktor dafür, dass Kinder unterschiedlichste Formen der Gewalt erleben.
Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen und Familien arbeiten, sehen sich mit dem gesellschaftlichen Problem der wachsenden Kinderarmut tagtäglich konfrontiert. Zu beobachten ist eine wachsende Ohnmacht, Wut, Hilflosigkeit und zugleich eine neu entstehende Stigmatisierung und Ausgrenzung der armen Kinder und Familien aufseiten von Helfersystemen. Mitarbeiter der Jugendhilfe sollten deshalb über Armutskompetenz verfügen und sich entsprechend fortbilden. Der Vortrag wird sich mit Fragen beschäftigen, wie Einrichtungen konzeptionell und pädagogisch auf das Problem der wachsende Kinderarmut reagieren können, um erfolgreich diese Kinder zu stärken und zu fördern. Ebenso werden Eckpunkte eines Fortbildungskonzeptes vom Berliner Kinderschutzbund zur Armutskompetenz vorgestellt.

verwandte Schlüsselbegriffe

Jugend Kinder Jugendhilfe Armut Fortbildung