Integration von Strafgefangenen mit Migrationshintergrund

Matthias Rau
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Der Vortrag stellt das umgesetzte Forschungsdesign des noch laufenden Projekts vor. Inhaltlich knüpft das Forschungsanliegen an den Diskursgegenstand gescheiterter Integration sowie den kriminalstatistischen Befund überproportionaler Inhaftierungszahlen zu Ungunsten von Migranten an. Oft stehen gescheiterte Bildungskarrieren in der biographischen Kontinuität der Zielgruppe. Der besonderen Situation junger Migranten wird dabei mit Blick auf ihre sozialen Netzwerke, aber auch ihrer jeweiligen persönlichen Geschichte nachgegangen. Während die eine Hälfte der 42 Teilnehmer nach der Entlassung aus der Erstinhaftierung innerhalb von drei Jahren keine Straftaten mehr beging, die zu einer unbedingten Freiheitsstrafe führten, ist die andere Hälfte erneut inhaftiert worden. Das Projekt fragt, was sich für die Vergleichsgruppe der „Erfolgreichen“ verändert hat und ihre Zukunftsfähigkeit im Sinne einer ausbaufähigen Annäherung an die Gesellschaft (Inklusion) begründet. Ziel ist es, eine Typologie erfolgreicher und weniger erfolgreicher Verläufe und Wissen zur erfolgreichen Spezialprävention mit praktischen Empfehlungen an die Kriminalpolitik, die Integrationspolitik sowie die Institutionen der Strafrechtspflege im weitesten Sinn zu vermitteln. Das Forschungsprojekt (Kennung - III.04) ist Teil des Exzellenzclusters der Universitäten Trier und Mainz.

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