Amokprävention: Eine Kooperation von Polizei und DRK Kehl

Petra Unterberg
DRK Kreisverband Kehl

„Sprungtuch“, ein Kooperationsprojekt der Polizei in Kehl und Projekt U-turn, der Anlaufstelle für Kriminal- und Gewaltprävention des DRK Kreisverbandes Kehl, hat sich zum Ziel gesetzt, schwere zielgerichtete Gewalt an Schulen zu verhindern. Entstanden ist das Projekt aufgrund der vergangenen Amoklagen und den Handlungs- und Schulungskonzepten, die von der Polizei für die Schulen angeboten wurden. Um darüber hinaus auch die Schüler als Zielgruppe zu erreichen, wurde die Konzeption „Sprungtuch“ entwickelt. Die Konzeption umfasst Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention: die Stärkung der Persönlichkeiten und die Erweiterung sozialer Kompetenzen, das frühzeitige Erkennen von Warnsignalen und sog. Leakings, Einschätzung von Gefahrenpotentialen und Vermittlung von Hilfsangeboten sowie Handlungsanweisungen für Schüler und Lehrer im Falle einer Amoklage, bis hin zur Nachsorge von Betroffenen nach einem solchen traumatischen Ereignis und die Rückkehr in den schulischen Alltag. Die Konzeption ist bundesweit erstmalig im Bereich der Schulmassaker. Seit mittlerweile 2 Jahren wird die Amokprävention gemeinsam von Polizei und DRK im Raum Kehl durchgeführt; bisher wurden über 5000 Schüler beschult.

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