Europäische Zusammenarbeit zur Verminderung von Rauschfahrten durch Fahranfänger/innen

Prof. Dr. Wolfgang Heckmann
MISTEL/SPI Forschung gGmbH

PEER-Projekt an Fahrschulen
„PEER-Drive Clean!“
Im Jahr 2000 wurde in Sachsen-Anhalt mit einem Schnittstellenprojekt zur Suchtprävention und Verkehrssicherheitsarbeit erstmals der Peer-Education-Ansatz angewendet, um junge Menschen gezielt über die Gefahren des Alkohol- und Drogenkonsums in Verbindung mit motorisierter Teilnahme am Straßenverkehr aufzuklären.
Junge Fahranfänger/innen gehen in Fahrschulen und sprechen dort mit Fahrschüler/innen über Alkohol- und Drogenkonsum. Die Fahrschüler/innen setzen sich vor Erhalt der Fahrerlaubnis intensiv mit der Thematik auseinander und sind so auf Situationen, in denen Suchtmittelkonsum und Fahren zusammentreffen können, vorbereitet. 2006 wurde im Auftrag der Europäischen Kommission mit „PEER-Drive Clean!“ begonnnen, diesen Ansatz in insgesamt 10 EU Staaten zu erproben. Die Ergebnisse sind erfreulich, in allen Regionen konnte das PEER-Projekt etabliert werden. Die Europäische Fahrlehrervereinigung befürwortet die Umsetzung des PEER-Projektes an Fahrschulen als Standars-Angebot. Der Referent stellt das Konzept vor und stellt den Stand der europäischen Zusammenarbeit dar. (www.peer-projekt.de)