Konfliktbearbeitung im öffentlichen Raum: Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Bundesmodellprogramm "Wir kümmern uns selbst"

Dr. Claudia Olejniczak
Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung GmbH Hannover
Konfliktbearbeitung wird seit einigen Jahren in unterschiedlichen institutionellen Kontexten praktisch umgesetzt und auch wissenschaftlich untersucht. Anders gestaltet sich dies mit der Konfliktbearbeitung im öffentlichen Raum, die besonderen Gesetzmäßigkeiten folgt, andere Zuständigkeiten betrifft und neue Herangehensweisen braucht.

In dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanzierten Bundesmodellprogramm wurde von 2005 bis heute eine neuartige Methode zur Bearbeitung von Konflikten im öffentlichen Raum, an denen Jugendliche beteiligt sind, entwickelt, erprobt und wissenschaftlich begleitet. Die beteiligten Akteure – die Standorte, die Programmagentur (ies Hannover) und die wissenschaftliche Begleitung (DJI München) – stellen Ihnen Erfahrungen, die Vorgehensweise und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Modellphase vor.

„Wir kümmern uns selbst“ zielt darauf ab, Konflikte im öffentlichen Raum frühzeitig und niedrigschwellig unter Einbeziehung der beteiligten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen sowie der vor Ort tätigen professionellen Akteure (aus den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit, Polizei, Soziale Dienste, Politik usw.) zu bearbeiten. Dabei ist die Vernetzung relevanter Institutionen und Behörden vor Ort ebenso notwendig wie die genaue Analyse des Konflikts und die systematische Einbeziehung bzw. Weiterentwicklung der vor Ort zur Verfügung stehenden Kompetenzen und Ressourcen.

Nach dem Vortrag stehen auf dem Podium auch Vertreterinnen und Vertreter aus den Modellstandorten mit ihren Erfahrungen und Erkenntnissen zur Verfügung.

Zitation

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende URL:http://www.praeventionstag.de/dokumentation.cms/759

Hinweis zum Urheberrecht:

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG).
Insbesondere gilt: Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.
Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.

verwandte Schlüsselbegriffe

Jugend öffentlicher Raum Konflikt Konfliktbearbeitung Vernetzung Fortbildung Erfahrung