Rechtsextremismus im und um den Sport(verein) - was können Vereine und Verbände tun?

Angelika Ribler
Sportjugend Hessen
Sport ist nicht nur die schönste Nebensache der Welt, im organisierten Sport der Vereine und Verbände spiegeln sich alle gesellschaftlichen Probleme wider, so auch Rechtsextremismus. Die Phänomene sind unterschiedlich und reichen vom Tragen der Trikotnummer 88 über rechtsextreme Fan-Ausschreitungen, die Übernahme von Ämtern wie Jugendtrainer und Vorstandsvorsitz in Vereinen, Sportkreisen und Verbänden durch hohe NPD-Funktionäre bis zur Gründung von „nationalen Fußballvereinen“.

Da jeder dritte Bundesbürger in Westdeutschland und jeder vierte Bundesbürger in Ostdeutschland Mitglied in einem Sportverein ist und es in fast jedem Dorf mindestens einen Sportverein gibt, ist die Inanspruchnahme der Sportangebote sowie die Nutzung der Kontakte und Netzwerke im Sport durch Rechtsextreme und Unterstützer aus "der bürgerlichen Mitte der Gesellschaft" nicht unwahrscheinlich.

In der Regel scheuen Vereine jedoch die Öffentlichkeit und befürchten einen Imageverlust, wenn sie einen Vorfall "anzeigen". Daher bedarf es spezifischer Ansatzpunkte, um Sportvereine und Sportverbände als zivilgesellschaftliche Akteure zu aktivieren.

Im Vortrag werden zum einen Ansätze der Prävention von Rechtsextremismus im Sport und zum anderen konkrete Fallbearbeitungen vorgestellt. Den Rahmen der Aktivitäten bietet das Projekt "Mobile Interventionsteams gegen Rechtsextremismus im Sport" der Sportjugend Hessen, das als Teil des Beratungsnetzwerkes Hessen fungiert.

Zitation

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