Integrative Budoagogik – eine bewegungsorientierte Methode zur Gewaltprävention

Dr. Hermann Ludwig
Institut für Budotherapie
Frank Siegele
Institut für Budotherapie

Integrative Budoagogik – eine bewegungsorientierte Methode zur Gewaltprävention

Kampfkunst (Budo) ist aus aggressiven Überlebenskriegen hervorgegangen. Ihr Einsatz in der Gewaltprävention erscheint daher zunächst kaum nachvollziehbar. Der Vortrag beschreibt kurz den Wandel der asiatischen Kampfkünste seit ihren Ursprüngen und zeigt, welchen Beitrag sie heute für Integration und ein friedliches Miteinander leisten können.

Darüber hinaus wird das große Potential einer bewegungsorientierten Methode ausgelotet. Wir beziehen uns hier auf Arbeiten und Erfahrungen aus dem therapeutischen Bereich (z.B. Petzold 1988, 2003, Höhmann-Kost/Siegele 2009) sowie auf die Überlegungen führender Bewegungs- und Sportpädagogen in Deutschland (Ommo Grupe 1976, 1984, 2006 und Jürgen Funke-Wieneke 2004).

Die Orientierung am General Affective Aggression Model (Lindsay & Anderson 2000) erlaubt die Ableitung von Schutzfaktoren gegenüber einer problematischen, gewaltaffinen Entwicklung (vgl. Bondü 2013 und Schick/Cierpka 2004). Zur Förderung dieser Faktoren werden konkrete bewegungs- und kampfkunstorientierte Strategien beschrieben, die beispielsweise in der Arbeit mit drogenabhängigen und gewaltbereiten Menschen bereits erfolgreich eingesetzt werden (vgl. Siegele 2013 und Ludwig/Siegele/Petzold im Druck).

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