Ganzheitliche Extremismusprävention – Herausforderungen, Chancen & Entwicklungspotential

Florian Gruber
Bundeskriminalamt
Saskia Lützinger
Bundeskriminalamt

Seit 2014 setzt sich die Forschungs- und Beratungsstelle Terrorismus/Extremismus (FTE) des Bundeskriminalamts mit den Entwicklungsmöglichkeiten einer phänomenübergreifend ausgerichteten Extremismusprävention auseinander. Ausgangspunkt hierfür war die Beobachtung, dass die Radikalisierungsverläufe unterschiedlich orientierter Extremisten – das heißt Rechts-, Links- als auch islamistische Extremisten – vielfältige Gemeinsamkeiten hinsichtlich ihrer psychosozialen Dynamiken aufwiesen.
Im Rahmen einer umfänglichen, modular aufgebauten Studie, dem sog. PüG-Projekt, wurde unter Einbezug vielfältiger Expertenperspektiven aus Wissenschaft und Praxis versucht, Ansätze für eine ganzheitliche Präventionsarbeit im Bezug auf Terrorismus und Extremismus zu erarbeiten. Neben Expertenworkshops und -befragungen wurde hierfür auch der Versuch angestrengt, ein möglichst umfassendes Bild der Ausgestaltung der Präventionslandschaft (2014/2015) zu erheben.
Nachdem das Projekt bereits zum Auftakt (17. DPT) sowie mit einem Zwischenstand (20. DPT) auf dem Deutschen Präventionstag vertreten war, wird der 22. DPT nun zum Anlass genommen, auch die Endergebnisse des Projekts vorzustellen. Neben der Skizzierung von Erfolgsfaktoren einer gelingenden, ganzheitlichen Prävention wird sich der Vortrag auch dem aus Sicht der Praxis vorhandenen Optimierungspotential widmen.

verwandte Schlüsselbegriffe

Extremismus Prävention Forschungsprojekt