Leitlinien für die gerechte Verteilung von Sicherheit in der Stadt

Dr. Peter Bescherer
Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW), Uni Tübingen
Friedrich Gabel
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Dr. Tim Lukas
Bergische Universität Wuppertal

Städte sind durch Heterogenität und Verdichtung gekennzeichnet. Die Gewährleistung von urbaner Sicherheit erstreckt sich über ein weites Feld von Aufgaben: von der Strafverfolgung über die Verkehrsberuhigung bis hin zum Schutz vor Ausgrenzung. Sie ist jedoch faktisch begrenzt und ethisch zu begrenzen. Denn es gibt weder die finanziellen und personellen Mittel, um eine Rundum-Sicherheit zu ermöglichen, noch ist das vor dem Hintergrund anderer Wertüberzeugungen wie Freiheit und Weltoffenheit überhaupt wünschenswert. Sicherheit muss daher unter den Stadtbewohner_innen und im Stadtgebiet gerecht verteilt werden. Die verschiedenen Sicherheitsakteure stehen vor der Herausforderung, Maßnahmen entsprechend räumlich und sozial ungleich verteilter Risiken und Bedürfnisse anzupassen. Sie hantieren zudem mit einem ‚Gegenstand’, der gesellschaftlich kontrovers diskutiert wird. – Die im Projektspot vorgestellten ‚Leitlinien für eine gerechte Verteilung von Sicherheit in der Stadt’ sind ein Ergebnis des Forschungsprojekts VERSS, das von Wissenschaftler_innen der Universitäten Tübingen, Wuppertal und Berlin in Stuttgart und Wuppertal durchgeführt wurde (BMBF, 2014-2017). Die Leitlinien formulieren Kriterien zur Identifizierung von Ungerechtigkeiten in der Verteilung von Sicherheit und Empfehlungen für die kommunale Handlungspraxis.

verwandte Schlüsselbegriffe

Kriminalprävention Stadt Sicherheit Bürgerbeteiligung Gerechtigkeit