Prävention ganzheitlich umsetzen – Hamburgs Konzept gegen religiös begründeten Extremismus

Eleonore Yassine-Sahyouni
Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Religiös begründete Radikalisierung und Muslimfeindlichkeit werden in Hamburg auf breiter Basis angegangen; seit Oktober 2014 arbeitet das „Beratungsnetzwerk Prävention und Deradikalisierung“. Im Netzwerk kooperieren Hamburger Fachbehörden (Arbeit und Soziales, Inneres, Schule und Berufsbildung, Justiz), die muslimischen und alevitischen Religionsgemeinschaften, Bezirksämter, Präventionsprojekte und die Angehörigen- und Ausstiegsberatungsstelle Legato. Ziel ist, eine gemeinsame Wissensbasis zu schaffen, die vielfältigen theoretischen und praktischen Kompetenzen der Netzwerkmitglieder übergreifend nutzbar zu machen und sicher zu stellen, dass alle Maßnahmen ineinander greifen.
In Arbeitspaketen erarbeitet das Netzwerk Anforderungen an die Präventionsarbeit, tauscht sich über good practices aus und entwickelt Konzepte für Präventionsprojekte mit sich ergänzenden Ansätzen, jüngst insbesondere für Zielgruppen unter den neu zugewanderten Migranten. Darüber hinaus werden Aspekte wie „Sensible Sprache“, „Fallarbeit“ oder „Prävention für Mädchen und Frauen“ intensiv besprochen. Auch die Angehörigen- und Ausstiegsberatungsstelle Legato profitiert von den engen Verbindungen aller in diesem Themenfeld relevanten Akteure in der Stadt.
Der Vortrag wird den ganzheitlichen Ansatz und die Erfahrungen der ersten zweieinhalb Jahre darlegen.