Evaluation polizeilicher Sicherheitsberatung im Netzwerk Zuhause sicher

Marcus Kober
Europäisches Zentrum für Kriminalprävention e.V.

Im Vortrag werden Evaluationsergebnisse eines Kooperationsprojektes zur Einbruchprävention in Hannover vorgestellt. 2016 hat das Europäische Zentrum für Kriminalprävention dort zum zweiten Mal eine Befragung von Bürgern durchgeführt, die eine Sicherheitsberatung der Polizei in Anspruch genommen haben.
Die Anzahl von Wohnungseinbruchdiebstählen ist in vielen Bundesländern in den letzten Jahren stark angestiegen, was zu einer gestiegenen Problemwahrnehmung in der Bevölkerung geführt hat. Vielfach werden Angebote der polizeilichen Sicherheitsberatung daher in vermehrtem Maße in Anspruch genommen. Doch erhält die Polizei im Zuge ihrer Beratung keine Informationen dazu, ob die empfohlenen Maßnahmen von den beratenen Bürgern tatsächlich umgesetzt werden.
Gezeigt werden kann, dass die spezifischen Rahmenbedingungen der polizeilichen Sicherheitsberatung in Hannover (Kooperation mit qualifizierten Handwerksunternehmen vor Ort, hoher Personaleinsatz, Vor-Ort-Beratung der Interessenten u.a.m.) sich als wirksam erweisen, die Bürger in einem vergleichsweise besonders hohem Maße zur Umsetzung von Präventionsempfehlungen zu veranlassen.
Besonderes Interesse verdient zudem der Vergleich von Befragungsergebnissen aus dem Jahr 2013 mit Erkenntnissen der jüngsten Erhebung unter dem Eindruck gestiegener Einbruchzahlen.

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