Das Mannheimer Auditkonzept zur Förderung von Sicherheit, Lebensqualität und Integration

Prof. Dr. Dieter Hermann
Universität Heidelberg
Christian Specht
Stadt Mannheim

Die regelmäßige Erfassung der subjektiven und objektiven Sicherheitslage sowie die wissensbasierte Implementation und wiederholte Evaluation von Präventionsmaßnahmen charakterisieren das Mannheimer Konzept der Kommunalen Kriminalprävention. Die erste Bevölkerungsbefragung zu dieser Thematik fand 2012 statt. Sie wurde Ende 2016 wiederholt. Nach der Erstbefragung kamen zahlreiche Arbeitsmigranten aus osteuropäischen Ländern nach Mannheim, die Stadt wurde Erstaufnahmestandort für Flüchtlinge, die Innenstadt wurde modernisiert und Maßnahmen der Kommunalen Kriminalprävention wurden intensiviert. Die Effekte dieser Veränderungen für die subjektive Sicherheitslage können durch die Erhebungen aufgezeigt werden. Bei der Zweitbefragung wurden die Belange von Migranten und älteren Bürgerinnen und Bürgern besonders berücksichtigt, sodass Unterschiede zwischen Einheimischen und Migranten sowie zwischen Älteren und Jüngeren hinsichtlich der Kriminalitätsfurcht und Wahrnehmung von Incivilities bestimmt werden können. Es soll geprüft werden, ob Kriminalitätsfurcht und Lebensqualität gruppenspezifische Ursachen haben. Die Zweitbefragung bietet somit die Möglichkeit, Präventionskonzepte auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen abzustimmen und dadurch die Wirksamkeit zu optimieren. Dieses Konzept der „individualisierten“ Kriminalprävention soll diskutiert werden.

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