Zusammenarbeit von Polizei, Bürgern und Verwaltung: Gewaltprävention in Afrika. Was kann Deutschland von diesen Beispielen lernen?

Christian Hamm
Polizei Rheinland-Pfalz
Maren Huser
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Hanna Meyer
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Dr. Marion Popp
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Antje Wels
Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz

Krieg und Flucht verändern die Sicherheitslage in Herkunfts- und Aufnahmeländern. Viele afrikanische Gesellschaften befinden sich in einer fragilen oder Konfliktsituation, in der die Rolle der Polizei als Garant staatlicher Gewalt oft kritisch hinterfragt wird. Dennoch gibt es Beispiele gelungener Zusammenarbeit von Polizei und Bevölkerung, in denen beide Seiten den „neuen Herausforderungen“ präventiv begegnen.
So arbeitet die Polizei im Ostkongo mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zusammen, um sie über sexuelle Gewalt, ihre Folgen und den rechtlichen Rahmen aufzuklären. Im Südsudan war es die Einrichtung einer Notrufzentrale mit der es der Polizei nach der Krise in 2013 gelang, das Vertrauen der Bevölkerung wiederzugewinnen. Um transnationaler organisierter Kriminalität besser begegnen zu können, finden an der nigrischen Grenze regelmäßig Treffen von Polizei und Gemeindemitgliedern statt.
Allen Ansätzen ist gemein, dass Prävention in Zusammenarbeit mit Bevölkerung und Zivilgesellschaft ein wichtiger Pfeiler des Sicherheitskonzeptes darstellt. Welche neuen Herausforderungen entstehen, wenn die Polizei andere Gruppen in ihre Arbeit einbezieht? Diese Frage muss stets bedacht und thematisiert werden. Die Beispiele aus afrikanischen Ländern bieten den Einstieg in eine Diskussion über ethische Fragen, die sich vielleicht auch für die Präventionsarbeit hierzulande stellen.

Vortrag in deutscher Sprache mit Übersetzung in Englisch

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sexuelle Gewalt