Neue Entwicklungen in "Kurve kriegen"

Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen

Neue Entwicklungen in "Kurve kriegen" - der NRW-Initiative zur Verhinderung von Jugendgewalt und -kriminalität

Mit Intensivtäterkonzeptionen reagiert die Polizei NRW bereits seit vielen Jahren erfolgreich auf diese kleine und hochdelinquente Gruppe. Um solche kriminellen Karrieren frühzeitig zu erkennen und nachhaltig zu verhindern, geht sie mit der Initiative „Kurve kriegen“ seit Herbst 2011 einen neuen Weg. Polizei und Jugendhilfe wollen in enger Kooperation verhindern, dass gefährdete Kinder und Jugendliche zu Mehrfach- oder Intensivtätern werden. Deshalb arbeiten pädagogische Fachkräfte bei der Polizei vor Ort. In Abstimmung mit den Jugendämtern bieten sie gezielte Unterstützung für Kinder und junge Jugendliche, die Straftaten begangen haben, unter Einbeziehung der Familie. Nach einem standardisierten Screeningverfahren wird die individuelle Gefährdungslage von Kindern und jungen Jugendlichen, die Straftaten begangen haben, bewertet und eine Prognose erstellt. Besonders kriminalitätsgefährdete Kinder und deren Eltern bekommen dann das Angebot, Teilnehmer der Initiative „Kurve kriegen“ zu werden. Um sie kümmern sich pädagogische Fachkräfte (PFK) im Auftrag der Polizei. Sie ermöglichen individuelle und frühzeitige Hilfsangebote, die langfristig kriminalpräventiv wirken sollen. Die Initiative „Kurve kriegen" ist evaluiert worden und wird mit Landesmitteln finanziert.

verwandte Schlüsselbegriffe

Projekt NRW Initiative MIK Kurve kriegen