KomPass plus

Nadine Nagel
Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH)

Zur Prävention von Gewalt an Schulen wird bundesweit die Etablierung schulischer Krisenteams empfohlen, teilweise sogar vorgeschrieben. Diese Empfehlung knüpft an entsprechende Weiterbildung des schulischen und pädagogischen Personals an: Sie benötigen mehr Handlungssicherheit im Erkennen von Schülern in krisenhaften Lebenssituationen oder mit bedrohlichen Verhaltensweisen, um schweren Krisen, zielgerichteten Gewalttaten oder Amokläufen vorzubeugen. Die Krisenteam-Ausbildung KomPass plus begegnet dieser Forderung mit einem innovativen Ansatz: Eine Blended-Learning-Umgebung mit einem interdisziplinären Kompetenzportal, zwei Präsenzveranstaltungen sowie zwei weiteren Veranstaltungen am Schulstandort bietet die Möglichkeit zum Lernen, zur Qualifikation, zur Nutzung von Tools, zum Austausch sowie zur Vernetzung. Abgerundet wird dieses Angebot durch begleitende Maßnahmen wie pädagogische Tage, Schuljahresabschlussbesprechungen, Vorträgen sowie einer jährlichen Fachtagung. Ziel dieser insgesamt 9-monatigen Fortbildung ist es, die Etablierung des Krisenteams in die schuleigenen Strukturen und die Handlungskompetenz des Lehrpersonals im Umgang mit schulischen Krisen zu fördern. Durch die Coaching-Rolle der Trainer liegt der Fokus der Qualifizierung auf der Unterstützung der schulischen Krisenteams und ermöglicht gleichzeitig die intensive und individuelle Arbeit mit Schulen.

verwandte Schlüsselbegriffe

Prävention Fortbildung Qualifizierung Amok Krisenteams Zielgerichtete Gewalt an Schulen