Logische Modelle: Chance, Wirksamkeiten in der Kriminalitätsprävention sichtbar zu machen

Annalena Yngborn
Deutsches Jugendinstitut e. V.

Um eine wirkungsorientierte Evaluation durchzuführen, ist eine genaue Beschreibung des Evaluationsgegenstandes unabdingbar. In Projekten der pädagogischen Kriminalitätsprävention ist genau dies, nämlich eine realistische Beschreibung der Praxis, nicht einfach. Der Grund hierfür ist, dass man es im Kontext der Kriminalitätsprävention oft mit Ansätzen zu tun hat, die als „wenig formalisierte Settings“ bezeichnet werden können, d.h. in diesen Projekten wird in der Praxis oft nicht nach Konzept oder Curriculum, sondern situations- und kontextbezogen gehandelt.
Logische Modelle bieten hier die Möglichkeit, pädagogische Maßnahmen praxisnah darzustellen, indem sie die zentrale Logik der Projekte abbilden. Sichtbar werden auf diese Weise die für die Zielerreichung zentralen Strukturen und Prozesse der jeweiligen Projekte und die Ausgangsbedingungen, Aktivitäten und Outputs, auf deren Basis die Projekte jeweils ihre intendierten Veränderungen erreichen wollen.
Die damit verbundenen Möglichkeiten und der Nutzen für die Projekte sind vielfältig: Dadurch, dass Logische Modelle dabei helfen, die Wirksamkeiten von standardisierten Praxisformen durch eine einfache Modellierung eben jener Praxis sichtbar zu machen, können sie nicht nur für eine wirkungsorientierte Evaluation, sondern ebenso für die Projekt- und Praxisentwicklung eingesetzt werden, wie im Vortrag gezeigt wird.

verwandte Schlüsselbegriffe

Evaluation Methoden Kriminalitätsprävention Amokdrohungen