Lassen sich Suchtpräventionskonzepte anhand internationaler Standards und dem Einfluss der Kriminalprävention modernisieren?

Gregor Burkhart
European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA)

In den letzten Jahren haben sich in manchen Ländern der EU und unter internationalen Organisationen (EMCDDA, UNODC, CICAD, COPOLAD) Initiativen entwickelt, um die Qualität in der Prävention zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um die Evidenz von Interventionen, sondern darum, sie erfolgreich anzupassen und zu implementieren, Präventionskräfte zu akkreditieren, und empfehlenswerte Programme aufzulisten. Es ist bemerkenswert, dass diese Initiativen zu einem Teil aus dem Bereich der Kriminalprävention kommen, und es wird immer offensichtlicher, dass sich die wirksamen Interventionsmethoden zwischen Kriminal- und Suchtprävention kaum unterscheiden. Sie lassen sich in beiden Feldern einsetzen, da sich die Zielgruppen zu einem großen Teil überlappen, wie auch die Theorien über Störungsgenese und Interventionen.
Es besteht die Hoffnung, dass sich mit den neuen Qualitätsstandards in der Prävention die vorherrschenden veralteten Ansätze zurückdrängen lassen, die allein auf kognitive und persuasive Prozesse abzielen.
Die EBDD konzentriert sich daher verstärkt auf verhältnispräventive Ansätze und solche, die auf verbesserte Impulskontrolle abzielen, aber nur von wenigen Mitgliedsstaaten in der Suchtprävention angewendet werden. Darüber hinaus verfügt die EBDD zu regulatorischen und legislativen Ansätzen über Daten, die häufig die geläufigen Vorstellungen in Frage stellen.

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