Kriminalitätskosten als Kernelement einer evidenzbasierten Kriminalpolitik

Caroline von der Heyden
Ruhr-Universität Bochum

Die Thematik der Kriminalitätskosten hat in den letzten Jahren in der Kriminalpräventions-Forschung und -Praxis zunehmend an Bedeutung gewonnen. Im Zuge dessen hat sich die „what works“-Frage zu einer „what’s worthwhile“- bzw. einer „return of what works“-Frage entwickelt. Im englischsprachigen Raum hat die Umsetzung zunehmend einen systematisierenden Charakter gewonnen, wie z.B. mit Hilfe von Kosten-Nutzen-Analyse-Plattformen (so etwa die CBKB des Vera Institute of Justice in New York). Aus dem MMECC-Projekt (Mainstreaming Methodology for Estimating the Costs of Crime) ging im Rahmen des FP6-Programms der Europäischen Kommission ein gemeinsam entwickeltes „how-to-manual“ für eine standardisierte Methodenumsetzung hervor. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass in Europa und insbesondere in Deutschland ein nach wie vor hoher Bedarf besteht, die Kriminalitätskostenforschung entsprechend voranzutreiben. Der für den Vortrag vorgesehene Beitrag soll einen Einblick in ein Dissertationsvorhaben bieten, dessen Ziel es ist, zu verdeutlichen, wie auch hierzulande sinnvolle Maßstäbe für die Anwendung von Methoden zur Bemessung von Kriminalitätskosten erarbeitet werden können. Gleichzeitig sollen - im Sinne einer nachhaltigen Präventionspolitik - Perspektiven für künftige Handlungsoptionen für die Forschung, Praxis und Politikgestaltung in Deutschland aufgezeigt werden.

verwandte Schlüsselbegriffe

Kosten-Nutzen-Analyse