Einschätzungen von Amokdrohungen

Dr. Carina Agel
Justus-Liebig-Universität Gießen
Nathalie Preisser
Justus-Liebig-Universität Gießen

Nach Amoktaten junger Täter steigt die Anzahl von Amokdrohungen an Schulen. Dies kann zu Panikreaktionen von Kindern und Eltern führen oder auch Verängstigungen und Verunsicherung von Lehrern und Angestellten an den Schulen mit sich bringen. Es kommt dadurch möglicherweise zu Evakuierungen von Schulen, bzw. zu großangelegten Polizeieinsätzen, um eine großflächige Kontrolle des Schulgeländes durchführen zu können. Angesichts der Folgen einer solchen Drohung oder Ankündigung, die letztendlich auch in Ressourcenfragen mündet, ist eine Erforschung der Hintergründe und Ernsthaftigkeit derartiger Androhungen unerlässlich.
Im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbundprojektes TARGET (Tat- und Fallanalysen hochexpressiver zielgerichteter Gewalt) werden an der Professur für Kriminologie der Justus-Liebig Universität Gießen (Leitung: Prof. Dr. Britta Bannenberg) Strafakten von Amokdrohungen junger Täter im schulischen Kontext analysiert. Ziel dieser Studie ist es u.a. neben Erkenntnissen für die Prävention, Kriterien herauszuarbeiten an Hand welcher auf den Grad der Ernsthaftigkeit der Drohung geschlossen werden kann. Mittels Gemeinsamkeiten können die Taten in unterschiedliche Gruppen eingeteilt werden. Besonderes Augenmerk liegt hier auf den Drohungen, die zeitlich kurz vor und nach dem Amoklauf in Winnenden geäußert wurden.

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