Prävention Wohnungseinbruch als kommunales Experiment

Karsten Lauber
Kriminalpräventiver Rat der Stadt Leipzig
Prof. Dr. Kurt Mühler
Universität Leipzig

Bedarf es bei der Prävention gegen zunehmende Wohnungseinbrüche (WE) einer abermaligen „Wiederentdeckung der Kommune als Aktionsfeld der Kriminalprävention“? In einer kommunalen Einbruchprävention konzentrieren sich alle guten Gründe, die zur Einrichtung kriminalpräventiver Räte führten – vor allem die Bündelung kommunaler Akteure, Kompetenzen und Strukturen. Der Grundsatz „Prävention = Kommunikation“ scheint beim WE aber in eine Schieflage geraten zu sein; die bisherigen Appelle laufen zu oft ins Leere, weil sie nur an einen anonymen Adressaten gerichtet sind. Der Projektansatz in Leipzig verfolgt das Ziel, die Präventionsaktivität 1. aus der bislang gefühlten Hauptverantwortung der Polizei herauszulösen, die Akteursbasis zu verbreitern und i.S.e. gesamtgesellschaftlichen Ansatzes zu platzieren. 2. sollen die Infos zur Prävention auf konkrete Zielgruppen zugeschnitten werden. Die Wirksamkeit des Vorgehens wird mit einem Feldexperiment geprüft, dessen Aufbau wir vorstellen wollen. Erreicht werden soll eine Erhöhung der individuellen Prävention gegen WE, indem durch Vermittlung zielgruppenspezifischer Infos eine Steigerung des Wissens um die konkr. Gefahren des WE, des Verantwortungsgefühls für die Wohnung sowie des Wissens um die Durchführung konkreter Präventionsmaßnahmen erreicht wird. Entscheidend ist die Problemgenerierung: Wohnungseinbruch kann auch mich betreffen.

Zitation

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