Zur Verbesserung der Kriminalitätsprävention in der Ukraine

Wladimir Golina
Nationale Juristische Jaroslaw-der-Weise-Universität, Kharkiv, Ukraine
Prof. Dr. Dr. Grygorii Moshak
Nationale Meeresuniversität in Odessa, Ukraine

Eine Vergleichsforschung über Kriminalprävention in Deutschland und in der Ukraine erfasste deren Profile, aber auch deren Mängel. Die Forschung stützte sich auf polizeiliche Informationen und auf Befunde aus Fachforen.
In Deutschland stand Kriminalitätsprävention während der letzten 20 Jahre insbesondere unter dem Einfluss des ‚Deutschen Präventionstages’ (DPT), der oft die Richtungen und die Ressourcen bestimmte. Mit Informationen über Erfolge von Kriminalprävention und unter Einbeziehung ausländischer Fachleute internationalisiert der DPT stets Erkenntnisse über Kriminalität.
Für die Ukraine allerdings stellt die nationale Forschung erhebliche Mängel in der Umsetzung aller sechs Programme der Kriminalitätsprophylaxe fest. Inhaltliche und institutionelle Vorschläge des W.W. Staschis-Instituts zur Erforschung von Kriminalitatsproblemen fordern eine umfassende Verbesserung von Theorie und Praxis der Kriminalprävention und motivieren den Gesetzgeber, Gesetze häufiger unter Berücksichtigung kriminalpräventiver Elemente zu erlassen.
Analysen von mehr als 100 Paragrafen der neuen Strafprozessordnung der Ukraine, zeigen, dass nunmehr Geschädigte zusätzliche Möglichkeiten haben, Schäden infolge von Straftaten auf der Basis zivilrechtlicher Bestimmungen ersetzt zu bekommen.

Auch wurden Empfehlungen erarbeitet, die auf Verbesserungen aktueller Kriminalpolitik zielen.