Innerfamiliäre Tötungsdelikte im Zusammenhang mit Beziehungskonflikten, Trennung beziehungsweise Scheidung - Konsequenzen für die Jugendhilfe

Dr. Susanne Heynen
Jugendamt Karlsruhe
Alexandra Schmidt
Sozial- und Jugendbehörde Karlsruhe

Regelmäßig berichtet die Presse über innerfamiliäre Tötungsdelikte. Als Auslöser dieser Taten werden häufig Eifersucht, Trennung oder Sorgerechtsstreitigkeiten genannt. Das Jugendamt Karlsruhe erforscht seit dem 1. August 2014 die Lebenssituation, die Bewältigungsstrategien und Bedarfe von Kindern und Jugendlichen, die die Gewalteskalation überlebt haben. Dabei werden auch die professionellen Hilfsangebote untersucht. Durch diese explorative Interview-Studie, bei der das subjektive Erleben der mittlerweile volljährigen Kinder im Vordergrund steht, sollen folgende Fragen beantwortet werden: 1. Was hat den Kindern und Jugendlichen geholfen? Welche bedarfe bestehen? Was sind die Konsequenzen für die Jugendhilfe und andere Institutionen? Auf Basis der Ergebnisse werden Strategien zur Abwehr von Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen entwickelt und vorhandene Hilfsangebote verbessert. Weiterhin wird im Rahmen des Projekts der relevante deutsche und internationale Forschungsstand aufgearbeitet. Das Projekt wird von der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. finanziert und unter anderem vom Deutschen Jugendinstitut e.V. sowie dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. unterstützt.
Im Vortrag wird die Studie sowie erste Ergebnisse präsentiert und diskutiert.

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