Prävention zum Schutz des Lebens von abgängigen Demenzerkrankten

Belinda Hoffmann
Innenministerium Baden-Württemberg
Uwe Stürmer
Polizeipräsidium Konstanz

Die Zahl Demenzerkrankter steigt. Deutschlandweit ist bis zum Jahr 2020 mit über 1,4 Millionen und bis 2050 mit nahezu 2,3 Millionen dementen Menschen zu rechnen. Zum Schutz des Lebens von Demenzerkrankten ist die Polizei vor allem in den Wintermonaten immer wieder an aufwändigen Suchaktionen mit Feuerwehr, Spürhunden und Polizeihubschraubern beteiligt , um abgängige Demenzerkrankte noch rechtzeitig aufzufinden. Im urbanen Raum werden orientierungslose Personen zumeist noch zeitnah festgestellt. In gering besiedelten Gebieten werden Demenzerkrankte dagegen bisweilen nicht mehr rechtzeitig aufgefunden und versterben in hilfloser Lage. Vor diesem Hintergrund erscheint es geboten, sowohl in Privathaushalten, aber auch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bereits im Vorfeld geeignete Vorkehrungen zu treffen, um Gefahren für Demenzkranke durch Orientierungslosigkeit zu reduzieren und Angehörigen Hilfe an die Hand zu geben. Neben der Aufklärung über Demenz und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit können im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit auch technische Ansätze wie elektronische Ortungssysteme hilfreiche Beiträge leisten. Nach einem Problemaufriss aus polizeilicher Sicht am Beispiel des Flächenlandkreises Ravensburg werden Lösungsansätze im Verbund mit weiteren Netzwerkpartnern skizziert.

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