Situative Kriminalprävention; Chancen eines Kooperationsansatzes im Bereich Cybercrime

Jörg Bässmann
Bundeskriminalamt

Trotz internationaler Befunde zur Wirksamkeit ist die situative Kriminalprävention ein in Deutschland im Vergleich zum englischsprachigen Ausland nur wenig systematisch beforschter Präventionsansatz.
Der Ansatz steht exemplarisch für das Tagungsthema, setzt er doch ein partnerschaftlich organisiertes, kooperatives Handeln voraus. Er zeigt allerdings auch, dass das Tagungsthema noch zu kurz gegriffen sein könnte, da für die Verringerung von Tatgelegenheiten im Sinne eines "security by design" bzw. "safety by design" nicht nur Praxis, Politik und Wissenschaft von Bedeutung sind. Abhängig von einem spezifischen Kriminalitätsproblem sind alle Stakeholder, die einen Beitrag zur Verringerung dieses Problems leisten können, zu beteiligen, wozu beispielsweise auch Unternehmen und Verbände gehören.
Über klassische Anwendungsbeispiele bspw. in den Bereichen Haus- und Wohnungseinbruch oder dem Kfz-Diebstahl hinaus bietet die situative Kriminalprävention aus Sicht des Autors auch Chancen hinsichtlich der Verringerung bzw. Vermeidung von Cybercrime. Eine Diskussion findet dazu allerdings bislang kaum statt. Das zu ändern, soll der Vortrag einen kleinen Beitrag leisten.

Zitation

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende URL:http://www.praeventionstag.de/dokumentation.cms/2761

Hinweis zum Urheberrecht:

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG).
Insbesondere gilt: Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.
Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.