"Das Romahaus" - polizeiliche Prävention als Netzwerkarbeit aus Sicht von Praxis und Forschung

Christian Horn
Polizei Berlin
Eva Kiefer
Johann-Wolfgang-Goethe Universität

Im Rahmen des Forschungsprojektes CODISP (Projekt im BMBF-Forschungsprogramm „Zivile Sicherheit“) werden Praxisformen polizeilicher Kriminalprävention untersucht. Am Beispiel der Arbeit einer polizeilichen Fachdienststelle rund um ein vor allem von Familien der Volksgruppe Roma bewohntem Haus, wird die Netzwerkarbeit als eine spezifische Form von Präventionsarbeit vorgestellt. Es wird skizziert, wie sich die Thematik vor Ort über viele Jahre hinweg entwickelte und wie sich die unterschiedlichen Beteiligten aus Polizei, Bewohnerschaft, Politik und von Seiten des Immobilienbesitzers in diese Entwicklung einbringen. Die Voraussetzungen und Herausforderungen für diese Form der polizeilichen Vorgehensweise werden zusammen mit der Leitung der Dienststelle in diesem Vortrag aufgezeigt und aus Perspektive des Forschungsprojektes kontextualisiert.
CODISP (Concepts for the Development of Intelligence, Security and Prevention) ist ein dreijähriges ethnographisches Forschungsvorhaben, das nach der Generierung und Zirkulation von Wissen im Zuge der präventiven polizeilichen Arbeit fragt. Im Fokus steht, wie mit Prävention befasste PolizeibeamtInnen Sozialräume erschließen, relevante Personen kontaktieren, Beziehungen pflegen, Berichte anfertigen, etc. Analysiert wird das Zusammenspiel von polizeilicher Wissensarbeit einerseits und wissensbasierter Polizeiarbeit andererseits.

verwandte Schlüsselbegriffe

Kriminalprävention Forschung Netzwerkarbeit Praxisforschung