Fortschritte und Möglichkeiten. Was wissen wir und was können wir erreichen in der Präventionsarbeit für Jugendliche (IOM Report 2009)?

Dr. Harrie Jonkman
Verwey-Jonker Institute

Seelische, emotionale und Verhaltensstörungen bei Jugendlichen verhindern: Fortschritte und Möglichkeiten

Seelische, emotionale und Verhaltensstörungen (SEV), wie Depressionen und Drogenmissbrauch bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, stellen eine enorme Belastung für die Betroffenen, ihre Familien und die Gesellschaft dar. Sie bedrohen die Zukunft, Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen. Anzeichen für mögliche SEV-Störungen sind oft in einem sehr jungen Alter deutlich. Die Forschung hat mehrere Faktoren identifiziert, die zur Entwicklung von SEV-Störungen beitragen könnten und Eingriffe entwickelt, um erfolgreich diese Faktoren zu bearbeiten. Durch die Anwendung von Strategien, Programmen und Praktiken, die sich auf die Verringerung von Risiken und die Förderung von Schutzfaktoren richten, besteht ein großes Potenzial, um die Zahl neuer Fälle von SEV-Störungen zu reduzieren und deutlich das Leben junger Menschen zu verbessern.

Das Institute of Medicine (IOM, USA) präsentierte vor kurzem einen wichtigen und umfassenden Bericht (Seelische, emotionale und Verhaltensstörungen bei Jugendlichen verhindern: Fortschritte und Möglichkeiten). Der Bericht macht deutlich: die Verhinderung der Entwicklung von SEV-Störungen, und der damit verbundenen Probleme bei jungen Menschen, die Verringerung der Risiken und die Förderung einer positiven psychischen Gesundheit sollte eine hohe Priorität für die Gesellschaft sein. Es ist wichtig für Familien, Politiker, Praktiker und Wissenschaftler, sich konzeptionell darüber zu verständigen. Der Bericht wird derzeit übersetzt und an die deutsche Situation angepasst. Das übersetzte Dokument wird beim Vortrag vorgestellt und soll für eine Diskussion aktueller Herausforderungen in der Jugendkriminalitätsprävention in Deutschland genutzt werden.

Zitation

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