Der Berliner Ansatz zur Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch im Dunkelfeld

Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier
Charité - Universitätsmedizin Berlin

Universitätsklinikum Charité Campus Mitte - Freie und Humboldt-Universität zu Berlin

Das „Präventionsprojekt Dunkelfeld (PPD)“ wurde am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité initiiert und wird dort derzeit durchgeführt. Ziel dieses seit 2004 von der Volkswagen-Stiftung und seit 2007 auch vom Bund finanzierten Forschungsprojektes ist es, für Männer mit pädophiler Neigung präventive therapeutische Maßnahmen anzubieten, bevor sie ein Kind sexuell missbrauchen. Aus klinischen Erfahrungen ist bekannt, dass es (nicht-justizbekannte) Personen gibt, die auf Kinder gerichtete sexuelle Impulse verspüren und nun aus diesem Grund von sich aus und ohne rechtlichen Druck therapeutische Hilfe wollen, um keine sexuellen Übergriffe auf Kinder (mehr) zu begehen. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die Verhinderung sexuellen Kindesmissbrauchs durch Etablierung qualifizierter präventiver Therapieangebote für potentielle Täter und Dunkelfeld-Täter. Seit Beginn des weltweit einzigartigen Präventionsprojektes haben mehr als 700 Männer das Angebot angenommen und sich an die Berliner Charité gewandt. Mittlerweile wurden die ersten Therapiegruppen abgeschlossen und Verlaufsmessungen vorgenommen.

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