Präventionsprojekt "BOB" überzeugt! – Erste Evaluationsergebnisse

Prof. Dr. Günter Dörr
Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH)
Manfred Kaletsch
Polizeipräsidium Mittelhessen

BOB ist ein seit 1995 in mehreren europäischen Ländern etabliertes Präventionsprojekt, das zunehmend auch in Deutschland Anhänger findet. BOB behandelt ein klassisches Thema der Verkehrsunfallprävention, die Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen. Bei der Ansprache der primären Zielgruppe "Junge Fahrer" werden aber neue Wege beschritten. Die Fragestellung an die jungen Menschen lautet: Was ist euch wichtig? Die Antworten lauten: Gute Freunde haben und eigenverantwortlich handeln (Shell-Studie Jugend 2010). BOB-Sein bedeutet in diesem Kontext: Verantwortung für Freunde übernehmen, als Fahrer keinen Alkohol und keine Drogen konsumieren und die Freunde sicher nach Hause fahren. Durch das BOB-Sein können junge Menschen Freunden zeigen, wie wichtig sie ihnen sind. BOB ist als gesamtgesellschaftliches Präventionsprojekt konzipiert, fordert also von allen Gesellschaftsgruppen Unterstützung für BOB ein. BOB muss sich aber wie alle Präventionskampagnen der Frage stellen: Wirkt es und wie wirkt es? Hier können erste Antworten gegeben werden. BOB wurde in Mittelhessen von der Justus-Liebig-Universität Gießen bezüglich seiner Wirkung auf die Verkehrsunfallbeteiligung junger Menschen und die Akzeptanz bei der Zielgruppe evaluiert. Für BOB-Trier und SAARBOB liegen ebenfalls gesicherte Erkenntnisse zur Akzeptanz von BOB bei Schülern und Fahrschülern vor.

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