Sicherungsverwahrung: Menschenrechte, Opferinteressen und medialer Umgang

Peter Reckling
Stadt Marburg

Nach der Entlassung von Sicherungsverwahrten – verursacht durch die Entscheidung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes – sind in verschiedenen Städten / Kommunen großteils empörte Reaktionen erfolgt. Die Angst vor neuen Straftaten war groß und die Entlassungsvorbereitungen nicht gerade optimal. Der Resozialisierungsgedanke war bei den meisten betroffenen Bürgern nicht zu vermitteln, sondern sie verfolgten eher das Ziel die Entlassenen aus der eigenen Region los zu werden. In der Nachsicht ist es interessant, wie die einzelnen Reaktionen einzuordnen und welche Konsequenzen zu ziehen sind. Beispielhaft soll anhand der Ereignisse in Marburg (Hessen), Randerath (Nordrhein-Westfalen) und Insel (Sachsen-Anhalt) - die auch ein bundesweites Medieninteresse hervorriefen - eine Zwischenbilanz gezogen werden.

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