Kontextnahe Krisenintervention – Zwischen Kindeswohlgefährdung und Rückführung in die Familie

Das Projekt „Kontextnahe Krisenintervention“ wurde zur Hilfe für Familien in Krisensituationen 2006 in Potsdam installiert und ist seit dem ein gelungenes Beispiel für die Verknüpfung von ambulanter/flexibler und stationärer Erziehungshilfe in Zusammenarbeit mit den Regionalteams des Potsdamer Jugendamtes. Bei Verdacht von Kindeswohlgefährdung erfolgt für maximal drei Monate eine ortsnahe stationäre Unterbringung der Kinder, in einigen Fällen auch mit Eltern, in einem der Standorte des Kinder- und Jugendhilfeverbundes (KJHV) „Eva Laube“, eine Einrichtung des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes (EJF). Die sozial-pädagogischen und psychologischen Fachkräfte des Potsdamer Betreuungshilfe e. V. setzen in dieser Zeit ihre ambulanten Hilfsangebote für die betroffenen Eltern während der Unterbringung ihrer Kinder fort. Durch die Kooperation der beteiligten Fachkräfte ist es möglich, die Sicherung des Kindeswohls und den Verbleib der Kinder in ihrem bisherigen sozialen Umfeld miteinander zu vereinbaren. Beziehungsabbrüche zu bereits bekannten Helfern und zu den Familienmitgliedern können verhindert werden. Alle Beteiligten arbeiten an einer einvernehmlichen tragfähigen Perspektive für die Familie.