Präventionsangebote für ältere Menschen im Zeichen gesellschaftlichen Wandels

Andreas Mayer
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)

Zu den Bestandteilen des gesellschaftlichen Wandels gehört, dass der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung stetig zunimmt. Damit rückt diese Altersgruppe verstärkt in das Blickfeld kriminalpräventiver Arbeit. Zwar weisen ältere Menschen statistisch ein unterdurchschnittliches Risiko der Opferwerdung aus. Aufgrund alterstypischer Lebenssituationen sind sie jedoch von bestimmten Deliktsformen besonders betroffen, z. B. von Eigentums- und Vermögensdelikten sowie von Misshandlungen bzw. Vernachlässigungen pflegebedürftiger Menschen. Mit steigender Lebenserwartung werden die Lebenslagen der Menschen über 60 Jahren im Hinblick auf Alltagskompetenzen, körperliche und geistige Fähigkeitspotentiale sowie Risiken der Opferwerdung heterogener. Während ältere Menschen des sog. „Dritten Lebensalters“ im Wesentlichen keine Einschränkungen haben, treten im „Vierten Lebensalter“ vermehrt gesundheitliche und funktionale Einschränkungen auf. Hinzu kommt die Gruppe der pflegebedürftigen Menschen. Hinsichtlich der Erreichbarkeit für Maßnahmen der Kriminalprävention unterscheiden sich die Gruppen deutlich.
Vorgestellt wird der konzeptionelle Ansatz im Rahmen des Programms Polizeiliche Kriminalprävention, mit dem jeweils auf die einzelnen Zielgruppen ausgerichtete Angebote zum Schutz vor Opferwerdung entwickelt werden.

Zitation

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