„Kriminalprävention in NRW für eine starke Jugend – Neuausrichtung, Ansätze und Konzepte von Polizei und Justiz“

Irmgard Baumhus
Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen
Wolfgang Ettelt
Staatsanwaltschaft Köln
Wolfgang Gatzke
Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen
Ingo Kaiser
Staatsanwaltschaft Köln

Die strategische Neuausrichtung der Polizei in NRW in der Kriminalprävention (2006) postuliert die Kriminalprävention als polizeiliche Kernaufgabe. Die Neuausrichtung des Führungshandelns, ein verändertes Selbstverständnis aller Polizeibediensteten, eine integrative Aufgabenwahrnehmung durch Verzahnung von Prävention, Repression und Opferschutz sowie die enge Abstimmung und Kooperation in Netzwerken mit anderen Verantwortungsträgern stärken die Kriminalprävention. Die Polizei informiert über ihr kriminalistisch- kriminologisches Erfahrungswissen; Maßnahmen mit pädagogischer Zielrichtung sind Aufgabe anderer Verantwortungsträger. Von besonderer Bedeutung sind neben spezialisierten Maßnahmen der polizeilichen Kriminalprävention die zielgerichtete sichtbare Präsenz an Kriminalitätsbrennpunkten und in Angsträumen, die konsequente Reaktion auf Normverletzungen sowie eine angemessene Verfolgungsintensität auch bei Massendelikten. Das gilt insbesondere auch für die Zielgruppe der Jugendlichen. Mit der Qualitätsoffensive in der Kriminalitätsbekämpfung hat die Polizei NRW nunmehr in allen Kreispolizeibehörden Intensivtäterkonzepte entwickelt und in enger Kooperation mit den Staatsanwaltschaften und kommunalen Stellen umgesetzt. Dies trägt den kriminologischen Erkenntnissen Rechnung, gerade bei jugendlichen Intensivtätern nach Straffälligkeit schnell zu handeln und durch ein abgestimmtes präventives und repressives Maßnahmenpaket die Fortführung der kriminellen Karriere zu unterbinden.

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