Partizipation - Investition = Prävention

Brigitte Holz
Architekten-, Stadtplanerkammer Hessen
Christoph Kulenkampff
Schader-Stiftung

Das Wohnquartier wird für immer mehr Menschen – für eine zunehmende Anzahl von Bewohnern und Bewohnerinnen im Rentenalter, für Menschen ohne Arbeit, für Menschen mit Migrationshintergund sowie Kinder und Jugendliche – zum Lebensmittelpunkt. Dies stellt besondere Anforderungen an benachteiligte Stadtteile. Entscheidungen über das Gelingen sozialer und ethnischer Integration und damit auch von Prävention werden insbesondere in den Stadtquartieren getroffen, die international geprägt sind und eine sozial schwache Struktur aufweisen. Besondere Herausforderungen sind mit Quartieren des ‚Sozialen Wohnungsbaus‘ der 70er Jahre in Stadtrandlagen verbunden, die neben einer benachteiligten Bevölkerungstruktur vielfältige städtebauliche und funktionale Problemlagen aufweisen. Wesentliche Handlungsansätze zu ihrer Erneuerung liefert u.a. das Bund- Länder-Programm ‚Soziale Stadt‘, das eine integrierte Entwicklung der Quartiere verfolgt. Stichworte hierzu sind die Erhöhung der Chancengleichheit der Bewohner/innen durch Partizipation, die Stärkung der lokalen Ökonomie durch Qualifikation, die Verbesserung des Wohnungsangebotes, der Infrastruktur und die Aufwertung des Wohnumfeldes durch Investition.

Paradigma für einen erfolgreich begonnenen Erneuerungsprozess sind die Stadtteile Eberstadt-Süd und Kranichstein in Darmstadt, die eine junge und internationale Bevölkerungsstruktur aufweisen.

Zitation

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