Präventives Sozialraummanagement: Soziales Frühwarnsystem und städtebauliche Prävention im Wohnquartier

Sandra Biewers
Fachhochschule Köln
Sabine Kaldun
barrio novo.
Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert
Fachhochschule Köln

Mit dem Begriff „Sozialraummanagement“ wird die Steuerung und Organisation von Integrations- und Präventionsprozessen in Sozialräumen bezeichnet. Das präventive Sozialraummanagement soll Prozesse in Gang setzen, die potenzielle Problementwicklungen verhindern. In dem Beitrag werden zwei Beispiele eines präventiven Sozialraummanagements beschrieben: (1) das „soziale Frühwarnsystem“ und (2) die „städtebauliche Kriminalprävention“. Das Ziel des „sozialen Frühwarnsystems“ ist nach dem Erkennen erster Anzeichen von Störungen oder möglichen Problementwicklungen die frühzeitige Förderung im Bereich der Erziehung und der gesundheitlichen Vorsorge. Dazu bilden Kindertageseinrichtungen, Akteure und Einrichtungen des Gesundheitswesens, die Schulen, die öffentliche Kinder- und Jugendhilfe, die Polizei, Sportvereine und andere Akteure eine gemeinsame Vernetzungsstruktur und erarbeiten Indikatoren als gemeinsamen Maßstab für die frühe Intervention. Die „städtebauliche Kriminalprävention“ verfolgt das Ziel, Kriminalität, unerwünschten Ereignissen und subjektiven Unsicherheitserfahrungen in der Bewohnerschaft mit Maßnahmen der räumlichen Umgestaltung und der wohnungswirtschaftlichen Organisation vorzubeugen. Zur Vorbereitung der Maßnahmen kommen das Instrument der präventionsorientierten Bewohnerbefragung, ein standardisiertes Sicherheitsaudit und Sicherheitschecklisten, die Erstellung eines integrierten Handlungskonzepts sowie Planungswerkstätten zur Anwendung, an denen sich die Wohnbevölkerung aktiv beteiligen kann. Auch die Netzwerkarbeit mit Fachbereichen der Stadtverwaltung, mit der Wohnungswirtschaft, der Polizei, professionellen Stadtteilakteuren sowie Vertreterinnen und Vertretern der Bewohnerschaft haben im Prozess des Sozialraummanagements eine große Bedeutung.

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