Aktiv gegen Antstträume von Jugendlichen. Opferorientierte Gewaltprävention im ländlichen Raum

Christine Böckmann
Miteinander e.V., Magdeburg

Befragt man Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Angsträume, berichten diese von Plätzen und Orten in ihrer Stadt, an denen sie Angst haben, sich zu bestimmten Zeiten aufzuhalten. Sie haben dort Angst vor körperlichen Übergriffen, vor Beleidigungen, Drohungen oder vor einem Überfall.

Doch ein Problem ist: Angst ist subjektiv. Was für den einen ein mit Angst besetzter Ort ist, ist für den anderen nicht sichtbar, nicht spürbar, nicht erkennbar. Das macht es schwer, sich mit dem Phänomen der Angsträume auseinander zu setzen, sie überhaupt wahrzunehmen.

Grund genug für Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V., sich dem Phänomen der Angsträume zu widmen. Bestätigen sich die Aussagen oder hören wir „das Gras wachsen“? Gibt es diese Angsträume? Woher kommt die Angst und woran macht sie sich fest? Wie reagieren die Jugendlichen auf solche Orte? Und was kann man dagegen tun?

Um diese Fragen zu beantworten, führt Miteinander e.V. das Projekt NO PLACE FOR FEAR in drei Städten des ländlichen Raumes in Sachsen-Anhalt durch. Dabei wurden Jugendliche zu ihrem Freizeitverhalten, ihren Konfliktorten im öffentlichen Raum, zu ihrer Angst an bestimmten Orten, zur evt. Meidung dieser Orte sowie zu möglichen Gegenstrategien befragt. Gemeinsam werden mit den Jugendlichen Handlungsstrategien entwickelt.

Der Vortrag beschreibt den Arbeitsansatz des Projektes, stellt die Ergebnisse aus den Befragungen vor und berichtet über Aktivitäten und Erfahrungen aus der konkreten Projektarbeit.

Zitation

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