Entwicklungsverzögerungen vorbeugen - Erste Befunde aus dem Modellprojekt "Pro Kind"

Prof. Dr. Tanja Jungmann
Universität Rostock
Vivien Kurtz
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) e. V.
Yvonne Ziert
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) e. V.

Entwicklungsverzögerungen vorbeugen - Erste Befunde aus dem Modellprojekt "Pro Kind"

Jungmann, Ziert & Kurtz

Das seit 2006 in drei deutschen Bundesländern umgesetzte Hausbesuchsprogramm „Pro Kind“ für erstgebärende, finanziell und sozial stark belastete Frauen, orientiert sich an dem evidenzbasierten „Nurse Family Partnership“-Programm aus den USA (Olds, 2006). Die Hausbesuche durch speziell geschulte Familienbegleiterinnen beginnen während der Schwangerschaft und enden mit dem 2. Geburtstag des Kindes. Ein Projektziel von Pro Kind ist die Verbesserung der elterlichen Erziehungskompetenzen durch den Einsatz des „PIPE"-Moduls (Perkins et al., 2002) und die Förderung der kindlichen Entwicklung. Es werden erste Ergebnisse zur kognitiven, psychomotorischen und sprachlichen Entwicklung der Kinder im 1. Lebensjahr und 2. Lebensjahr präsentiert.
Im Rahmen der biopsychosozialen Evaluation mit randomisiertem Kontrollgruppendesign wird der kindliche Entwicklungsstand im Alter von 6, 12 und 24 Mon. mit den BSID-II (Reuner et al., 2006) erfasst.
Die kognitive Entwicklung der Kinder in der Treatmentgruppe verläuft bis zum 12. Lebnesmonat signifikant günstiger (Interaktionseffekt „Zeit x Gruppenzugehörigkeit“: F(1;95) = 5.72, p < .05). Dasselbe Befundmuster deutet sich für die Entwicklung der Sprachproduktion im Alter von 24 Monaten an.

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