Integration/Migration im und durch den Sport

Peter Kapustin
Präsident des Bayrischen Landessportverbandes, München

– Integrations- und Migrationsprozesse sind in ihrem Verlauf
an individuelle und gesellschaftliche Voraussetzungen, Bedingungen
und Erwartungen gebunden.
– Integration muss von beiden Seiten gewollt sein: sich integrieren
und andere integrieren.
– In einer offenen, grenzüberschreitenden und von globalen
Einflüssen bestimmten Gesellschaft wirken Partikularinteressen
und Zentrifugalkräfte existenzgefährdend und müssen zur
Balance durch zentripedal wirkende Kräfte mehr als ausgeglichen
werden.
– Der Vereinssport in Deutschland hat die Kraft, integrierend zu
wirken, d. h. zum Zusammenhalt der Gesellschaft beizutragen.
– Dem Deutschen Sportbund und seinen Mitgliedsverbänden
ist es gelungen, Menschen mit Behinderungen und chronischen
Erkrankungen die Sportwelt zu erschließen.
– Der Deutsche Sportbund betreut mit seinen Mitgliedsorganisationen
seit über zehn Jahren federführend das Projekt „Integration
durch Sport“, das sich zunächst auf Aussiedler und
ihre Familien aus den Ostgebieten konzentrierte und nunmehr
auch ausländische MitbürgerInnen einbezieht.
– Die Deutsche Sportjugend mit ihren regionalen Unterorganisationen
ist federführend bei Sportprogrammen zur Sozialisierung
und Resozialisierung von Jugendlichen in Problemwohnvierteln,
in der Jugendfürsorge und im Jugendstrafvollzug.
– Die treibende Kraft für Integrationsprozesse im und durch
Sport ist letztlich das Ehrenamt.
– Der Deutsche Sportbund, seine Mitgliedsorganisationen und
Sportvereine haben ein Partnerschaftsnetzwerk mit zahlreichen
Institutionen aufgebaut, das Integrationsprozesse auslöst
und trägt.
– Die erreichte Stärke des Deutschen Sportbundes darf den
Blick für die Realität nicht verstellen, dass der Vereinssport für
viele Menschen noch nicht erreichbar ist.

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