17.06.2017

gegen-missbrauch e.V. präsentiert sich auf dem 22. Deutschem Präventionstag in Hannover

Sexueller Missbrauch von Kindern – Sensibilität schaffen für ein Tabuthema

Die Dunkelziffer ist erschreckend: jährlich werden allein in Deutschland ca. 300.000 Kinder sexuell missbraucht. Die wenigsten Fälle werden bekannt, denn viele Kinder haben keine Worte, um über das Erlebte zu sprechen. Und oft braucht es mehrere Anläufe bis Kinder jemanden finden, der ihnen Glauben schenkt. Denn sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist trotz teilweise hoher Medienpräsenz immer noch ein Tabuthema.

Der Verein gegen-missbrauch e.V. möchte Menschen für das Thema sensibilisieren und ist deshalb wieder auf dem Präventionstag vertreten, der in diesem Jahr am 19. und 20. Juni in Hannover auf dem Gelände des Kongresszentrums stattfindet. „Wir müssen lernen, über Missbrauch zu sprechen und so das Thema ins gesellschaftliche Hellfeld bringen. Nur so können Präventionsmaßnahmen langfristig greifen.“ so Ingo Fock, 1. Vorsitzender von gegen-missbrauch e.V.

Besucher des Präventionstages finden den Stand von gegen-missbrauch e.V. auf dem Messegelände in der Glashalle, Standnummer 1037 und können sich dort über das Thema Kindesmissbrauch sowie über die Arbeit und die verschiedenen Projekte des Vereins informieren.

An beiden Tagen haben Besucher in der Eilenriedehalle in der Zeit von 12:30 und 13:30 Uhr die Möglichkeit, sich im Rahmen der Posterpräsentationen Poster der unter die Haut gehenden Postkartenausstellung „Wir werden laut!“ anzusehen, in der Betroffene sexualisierter Gewalt mit selbstgestalteten Postkarten anonym ihr Schweigen brechen. Eine Vertreterin oder ein Vertreter des Vereins wird während dieser Zeit für Fragen und Gespräche mit interessierten Besuchern vor Ort sein.

Weitere Informationen zu Ausstellern und Rahmenprogramm des Kongresses findet man auf der Internetseite des Deutschen Präventiontages. Der Verein freut sich auf eine rege Teilnahme.

Ein Tipp: am Dienstag ist der Besuch des Präventionstages ab 11:00 Uhr sogar kostenfrei.

Petra Billich, 2. Vorsitzende, gegen-missbrauch e.V.